Brennstoffzellen für mobile Geräte
Toshiba hat eine Brennstoffzelle entwickelt, die noch effizienter und leistungsstärker ist als ihre Vorgänger.
Vor allem der Einsatz neuer Materialien für die Elektroden der Zelle hat den Weg dazu bereitet.
Brennstoffzellen sind bei der Energieumwandlung weitaus effizienter als Batterien oder Akkus und werden daher als Akku der Zukunft für mobile Geräte angesehen. Mit immer aufwendigeren Gadgets und nicht zuletzt durch neue Technologien wie UMTS oder andere Wireless-Lösungen steigt der Strombedarf.
Einfache Befüllung
Neben der hohen Energiedichte haben Brennstoffzellen auch den
Vorteil, dass sie nicht stundenlang aufgeladen werden müssen,
sondern einfach befüllt werden und sofort wieder einsatzbereit sind.
ToshibaBrennstoffzelle läuft mit Methanol
Toshiba hat nun eine "Direct Methanol Fuel Cell" [DMFC], also eine Brennstoffzelle auf Methanol-Basis, an seinem Handheld "Genio" getestet.
Neue Materialien minimieren den Verlust an der positiven Elektrode und verbessern somit die Performance weiter. Das Unternehmen konnte eine Leistung von 25 bis 30 Milliwatt pro Kubikzentimeter bei einer Temperatur zwischen 30 und 40 Grad erzielen. Bei 90 Grad konnten sogar 110 Milliwatt pro Kubikzentimeter ausgestoßen werden.
Fünffache Laufzeit
Der neue Toshiba-Prototyp kann bei einem Volumen von nur zehn Kubikzentimetern durchschnittlich fünf Watt liefern, maximal sogar acht Watt. Mit einer Füllung hält die Zelle fünf Mal länger als ein herkömmlicher Lithium-Ionen-Akku. Der Handheld mit Farbdisplay kann so 40 Stunden lang ununterbrochen betrieben werden.
Ein Gramm Brennstoff liefert rund zwei Wattstunden Energie, die Effizienz beträgt rund 33 Prozent.
Toshiba ist nicht das einzige Unternehmen, das an der Entwicklung von Brennstoffzellen arbeitet. Andere, vor allem japanische Unternehmen beteiligen sich ebenfalls an der Suche nach mehr Energie.
Brennstoffzellen statt Akkus
