Sommer-Theater, Verlängerung
Ron Sommer ist weg, die Diskussion um die Art und Weise der Ablösung geht weiter.
Der deutsche Kanzler Schröder erklärte im ZDF-Interview , weder er noch Finanzminister Hans Eichel [SPD] hätten die Debatte angezettelt. Eichel habe "getan, was er tun musste", nämlich die Entscheidung dem Aufsichtsrat überlassen, in dem der Bund als Großaktionär vertreten ist.
Die Kursanstiege der T-Aktie nach dem Wechsel zeigten, dass von einer negativen Reaktion der Märkte keine Rede sein könne.
Mehr Ungemach für Deutsche TelekomStoiber soll es gewesen sein
DGB-Chef Michael Sommer sagte dem "Spiegel", Vertreter der Kapitalseite hätten die Ablösung von Sommer nicht nur aus betrieblichen Gründen betrieben.
Als einen auffälligen zeitlichen Zusammenhang sehe er, dass Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber [CSU] das Thema in einem Interview "hochgezogen" habe.
Auch das Bundesfinanzministerium erklärte, es habe schon länger im Aufsichtsrat Bestrebungen zur Ablösung Sommers gegeben, die man aber erst nach dem Bundestagswahlkampf vornehmen wollte.
Der "Spiegel" berichtet unterdessen, der Ex-Telekom-Chef könne mit erheblich höhere Zahlungen rechnen als bisher bekannt.
Was der Sommer noch kosten wirdSechs mal 2,5 Millionen
Sein 2005 auslaufender Vertrag beinhalte noch eine Option auf Verlängerung um weitere drei Jahre. Damit stehe Sommer das Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro nicht nur für drei, sondern sechs Jahre zu.
Finanzminister Eichel hatte erklärt, Sommers Vertrag werde erfüllt, er erhalte aber keine Abfindung.
