Chello setzt auf "Spaß-Kunden"
Der nach eigenen Angaben größte Breitbandanbieter Europas Chello will bei "seinem weiteren Wachstum" nicht auf "die klassischen Zielgruppen der technikversierten Internet-User" sondern verstärkt auf Frauen und Teenager setzen.
"Die Kunden, die jetzt am Markt sind, sind vergnügungsorientiert. Sie interessieren sich nicht für die technischen Details, sie wollen Spaß, eine schnelle Verbindung, Kostenkontrolle mit einer fixen Gebühr und das 24 Stunden am Tag", erklärte Michaela Adami-Schrott, Marketingdirektorin von Chello Central Europe zuständig für Österreich, Ungarn und Polen die Strategie ihres Unternehmens.
Als zweite große Zielgruppe für chello definiert Adami-Schrott die Gruppe der Umsteiger, die bereits Erfahrung mit dem Netz haben und nun auf Breitband umsteigen wollen. Hier will Chello "vor allem durch ein übersichtliches Angebot und eine Plug-andPlay-Philosophie" punkten.
Chello ist vor allem für die Produktentwicklung und das Branding zuständig, während der aktuelle Vertrieb und die Kundenbetreuung von Partnern wie dem Schwesterunternehmen UPC Telekabel oder Telesystem Tirol übernommen wird. Der Schwerpunkt bei den Produkten liegt dabei eindeutig auf den Consumer-Bereich. Rund 95 Prozent aller Kunden kommen aus diesem Segment.
29.01.2002: Chello erhöht erneut StudententarifTechnologie ausbaufähig
Für die langfristige Kundenbindung will Chello "vor allem sein Service-Angebot zusammen mit seinen Partnern weiter ausbauen".
Gegen die Konkurrenz auf dem Breitbandsektor durch neue Anbieter setzt das Unternehmen auch "auf die Weiterentwicklung seiner Breitband-Technologie für Internet über Telekabel": "Die Entwicklung ist hier noch lange nicht am Ende", so Adami-Schrott.
Chello hat sich unlängst dem Kampf gegen Dauer-Downloader verschrieben. Intern als "Abuser" tituliert, handelt es sich laut Chello um "weniger als ein Prozent der Kunden", die das Chello-Netz über Gebühr strapazieren. Vor allem Dauer-Downloader, aber auch Spammer, Anbieter verbotener Inhalte und ähnliche mißliebige Kunden fallen darunter.
Chello gegen Dauer-DownloaderWachstumsmärkte
Über die Wachstumsaussichten der nächsten Monate wollte Adami-Schrott keine genauen Angaben machen, "bisher sind aber alle unsere Erwartungen erfüllt worden."
Als Marketingleiterin für Central Europe sieht Adami-Schrott jedenfalls weiterhin ein großes Potenzial in Österreich sowie Ungarn und Polen. Während in Österreich etwa zehn Prozent aller Haushalte über Breitbandanschluss verfügen, liegen Ungarn und Polen in der Verbreitung von Breitband noch rund zwei Jahre zurück.
