12.06.2002

NEED 4 SPEED

Bildquelle: PhotoDisc/ORF.at

Chello gegen Dauer-Downloader

Der Breitband-Dienstleister Chello hat sich dem Kampf gegen Dauer-Downloader verschrieben.

Intern als "Abuser" tituliert, handelt es sich laut Chello um "weniger als ein Prozent der Kunden", die das Chello-Netz über Gebühr strapazieren. Vor allem Dauer-Downloader, aber auch Spammer, Anbieter verbotener Inhalte und ähnliche mißliebige Kunden fallen darunter.

"Einen Extremfall stellt ein User dar, der im April 160 Gigabyte heruntergeladen hat", so Chello-Sprecherin Ingeborg Schultes im Gespräch mit der futureZone. Dies entspricht dem Äquivalent von einigen hunderten Chello-"Normalusern".

Unsichtbarer Proxy im Chello-Netz

Erboste Chello-User haben zuletzt die Einführung eines so genannten "Zwangsproxys" kritisiert.

Dabei handelt es sich um einen unsichtbar im Netz implementierten zentralen Server bzw. -verbund, der alle ein- und ausgehenden Daten zwischenspeichert und, falls diese bereits im Speicher liegen, dem User umgehend präsentiert.

Somit wird teure Bandbreite nach außen gespart, aber laut Chello auch "die Antwortgeschwindigkeit verbessert".

Das Wort "Zwangsproxy" hört man bei Chello nicht gerne. "Wie auch bei vielen internationalen Providern üblich, haben wir so genanntes 'transparent caching' eingeführt", so Schultes. Dieser unsichtbare, zwischengeschaltete Proxy ist derzeit in allen Städten außer Wien implementiert.

Die Befürchtung, dass mit Hilfe des Proxys einzelne Sites gefiltert werden könnten, kann man bei Chello nicht teilen: "Das tun wir definitiv nicht".