03.07.2002

SCHULDENBERG

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WorldCom schließt Insolvenz nicht aus

Der angeschlagenen US-Telekomkonzern WorldCom will eine Insolvenz unbedingt vermeiden, kann eine Form der Zahlungsunfähigkeit aber nicht ausschließen.

Unternehmenschef John Sidgmore erklärte, zur Zeit liefen Verhandlungen mit zwei Banken über eine Lösung der Kreditfrage.

Mehrere Milliarden USD Schulden

WorldCom verfüge über rund 2 Milliarden USD [2,03 Milliarden Euro] Kapital auf Bankkonten, sagte Sidgmore. Gleichzeitig schuldet das Unternehmen den Banken mehrere Milliarden und ist in Zahlungsverzug geraten.

Das Management sei zuversichtlich, bereits Ende dieser Woche einen Vorschlag präsentieren zu können. Unter anderem werde der Verkauf von Unternehmensteilen und Immobilen erwogen.

Die Kreditgeber hätten bislang keine beschleunigte Schuldenrückzahlung gefordert. Auch hätten Großkunden bislang keine Dienste gekündigt.

Klage der US-Börsenaufsichtsbehörde

Sidgmore hatte vor rund zwei Monaten die Leitung des Konzerns von Bernard Ebbers übernommen. Finanzchef Scott Sullivan wurde entlassen, nachdem der Buchführungsskandal bekannt geworden war.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde hat WorldCom wegen Verstoßes gegen die Börsengesetze verklagt. Sie will einen Aufseher einsetzen, der sicherstellen soll, dass keine Dokumente zerstört oder verändert werden und Spitzenmanager keine Abstands- und Bonuszahlungen erhalten.