WorldCom überprüft auch alte Bilanzen
Worldcom wird nun auch die Bilanzen früherer Geschäftsjahre nochmals überprüfen.
Das Unternehmen das vergangenen Dienstag zugeben musste, im Geschäfstjahr 2001 und im ersten Quartal 2002 3,8 Milliarden USD falsch gebucht zu haben, gab heute bekannt, dass es auch die Zahlen der Jahre 1999 und 2000 nochmals überprüfen lassen wird. WorldCom hat KPMG mit der Prüfung betraut.
Die Aktien des Unternehmens sackten heute nach Börsenbeginn um mehr als 90 Prozent auf sechs Cents ab. Seit Handelseröffnung um 14 Uhr wechselten 421 Millionen Papiere den Besitzer, der Höchstkurs des heutigen Tages lag bei 15 Cents der Tiefstkurs bei sechs Cents. WorldCom wird am 5. Juli von der Nasdaq delistet.
Rekordverdächtiger BuchführungsbetrugAusgaben als Investitionen getarnt
WorldCom teilte weiter mit, dass es der US-Börsenaufsicht SEC genaue Berichte über die Ereignisse, die zu den Falschbuchungen geführt haben, zukommen lassen wird.
Bei einer internen Prüfung war aufgefallen, dass einige Posten aus den Geschäftsjahren 1999 und 2000 nicht nach den US-GAAP-Bilanzierungsregeln verbucht wurden.
Die SEC hatte vergangenen Donnerstag gegen den Konzern eine Klage wegen Betruges eingereicht. Den WorldCom-Vorständen wird vorgeworfen unerlaubte Bilanzierungstricks angewandt zu haben, um die Gewinne mit den Analystenprognosen in Übereinstimmung zu bringen.
