Alcatel will weitere 10.000 Stellen streichen
Der Telefon-Ausrüster Alcatel will bis Ende kommenden Jahres weltweit weitere 10.000 Arbeitsplätze streichen.
Entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur AFP bestätigte Finanzchef Jean-Pascal Beaufret am Mittwoch im französischen Radio. Zunächst hatte Alcatel nur angekündigt, die Gesamtkosten des Unternehmens bis Ende 2003 um rund zwölf Prozent senken zu wollen.
Ende vergangenen Jahres hatte Alcatel noch 99.000 Beschäftigte. Ihre Zahl soll nach einem ersten Sanierungsplan bis Jahresende ohnehin auf 80.000 gesenkt werden. Ende 2003 dürfte die Belegschaft nun auf nur noch 70.000 Arbeitsplätze schrumpfen.
Alcatel streicht weitere 10.000 Jobs in EuropaRote Zahlen erwartet
Der größte französische Telefon-Ausrüster gab eine nach Einschätzung eines Börsenhändlers "enorme" Gewinnwarnung heraus: Statt in diesem Jahr einen Betriebsgewinn zu erwirtschaften, dürfte Alcatel demnach rote Zahlen schreiben.
Die Alcatel-Aktie brach um ein Fünftel ein, nachdem Finanzchef Beaufret dieses Eingeständnis in einer Telefonkonferenz machte. Zur Begründung für das Minus verwies er auf die Konjunktur, die den Netzbetreibern zu schaffen mache.
In der zweiten Jahreshälfte werde die Branchenlage weiter nachgeben, damit dürften auch die Umsätze des Lieferanten Alcatel geringer ausfallen als geplant.
