Alcatel streicht weitere 10.000 in Europa
Angesichts von Milliardenverlusten streicht der französische Telekom-Ausrüster Alcatel weitere 10.000 Stellen in Europa.
Wie das das Unternehmen heute in Paris mitteilte, fallen damit weltweit insgesamt 33.000 Arbeitsplätze weg. Grund für die weiteren Einschnitte ist die katastrophale Ergebnisentwicklung. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 110.000 Arbeiter und Angestellte auf seiner Lohn- und Gehaltsliste ausgewiesen.
In den ersten neun Monaten belief sich der Nettoverlust nach nun veröffentlichten Angaben auf 3,465 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Firmenchef Serge Tchuruk nun einen Verlust von vier Mrd. Euro.
23.000 Stellen werden bereits abgebaut
Alcatel war wegen der sich anhäufenden Verluste im Juni auf einen
harten Sanierungskurs geschwenkt. Dieser sah zunächst den Verkauf
von rund 50 Produktionsstätten und die Streichung von 23.000
Arbeitsplätzen vor.
Alcatel "ein Unternehmen ohne Fabriken"Hoher Nettoverlust
Im dritten Quartal hat Alcatel einen Nettoverlust von 558 Millionen Euro erwirtschaftet, nach einem Gewinn von 297 Millionen Euro vor Jahresfrist. Alcatel kündigte auch für das vierte Quartal operative Verluste in etwa auf Höhe des im Ende September abgelaufenen Quartals an. Im Gesamtjahr 2001 werde ein Konzernverlust von rund fünf Milliarden Euro eingefahren, hieß es weiter.
Für weitere Restrukturierungen werden möglicherweise zusätzliche 1,2 Milliarden Euro zurückgestellt.
An der Börse in Paris verlor die Aktie im Anschluss an die Mitteilung zur Eröffnung 3,82 Prozent auf 15,10 Euro. Kurz danach drehte die Aktie jedoch ins Plus und tendierte im weiteren Handel 1,08 Prozent fester bei 15,78 Euro.
