Speicher-Hersteller unter Kartellverdacht
Bereits gestern kursierte in Branchenkreisen das Gerücht, dass die US-Wettbewerbsbehörden eine großangelegte Untersuchung des DRAM-Marktes gestartete haben.
Dies wurde jetzt offiziell von vier der weltweit größten DRAM-Produzenten, Micron, Samsung, Infineon und Hynix, und dem US-Justizministerium bestätigt. Kernpunkt der Untersuchungen sollen mögliche Preisabsprachen sein.
Die vier Unternehmen teilen sich mehr als die Hälte des DRAM-Marktes, der ein jährliches Volumen von 12 Milliarden USD hat.
MicronVolle Kooperation zugesagt
Die DRAM-Hersteller erhielten nach eigenen Angaben offzielle Aufforderungen, nach denen Geschäftunterlagen offen gelegt werden müssen.
Ursachen unklar
Das Justizministerium wollte allerdings keine Details oder Beweggründe für ihre Untersuchung nennen.
Beoachter ist unterdessen völlig unklar, warum die DRAM-Hersteller ins Visier der Kartellwächter gekommen sind.
Die Speicherpreise befinden sich nämlich schon seit Jahren auf Berg-und Talfahrt, mit teils extremen Auschlägen, wobei der langfristiege Preistrend allerdings nach unten weist: Im März fiel der Spotmarkt-Preis für 128-Mb-SDRAM-Chips unter zwei USD und Experten gehen davon aus, dass er in absehbarer Zeit soagr auf 1,5 USD sinken könnte.
Einziger Anhaltspunkt sind demnach die Preiserhöhungen aller Hersteller im letzten Dezember und zu Jahresbeginn, die allerdings nicht lange Bestand hatten.
Anfang des Jahres: Speicherchip-Preise sollen steigen
