22.01.2002

AUFWÄRTS

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Speicherchip-Preise sollen steigen

Die Münchner Infineon AG ist nach den Worten von Vorstandschef Ulrich Schumacher für einen Aufschwung in der Chipindustrie in einer besseren Ausgangsposition als die Konkurrenz.

"Wir haben unsere Wettbewerbsposition in nahezu allen Bereichen verbessert und sind damit gut gerüstet, um vom nächsten Aufschwung überproportional zu profitieren", sagte Schumacher heute auf der Hauptversammlung in München.

Um die Gewinnschwelle im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen, müssten aber die Speicherchip-Preise noch um ein bis zwei USD [bis zu 2,3 Euro] steigen, erläuterte er in einem Reuters-Interview.

Schwerste Krise der Halbleiterindustrie

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Infineon, der weltweit viertgrößte Hersteller von Speicherchips, unter der schwersten Krise in der Geschichte der Halbleiterindustrie gelitten und einen Fehlbetrag von 591 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Preise für DRAM-Speicherchips, mit denen Infineon fast ein Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet, haben sich in den vergangenen Wochen zwar etwas erholt, liegen aber immer noch unter den Herstellungskosten.

Aktie steigt

In einem allgemein schwachen Marktumfeld stieg die Infineon-Aktie am Dienstagvormittag um 1,6 Prozent auf 23,21 Euro. Am Vortag waren die Titel nach der Veröffentlichung der Zahlen in der Spitze um bis zu vier Prozent gefallen.