Weiter Unmut über unsichtbaren Proxy
Erboste Chello-User haben zuletzt die Einführung eines so genannten "Zwangsproxys" kritisiert. Auf Anfrage der Chello-Usergroup teilte Christian Fritzsche, Geschäftsführer von Priority Telecom mit, dass "Transparent Caching" auch bei den Priority-Businesskunden zum Einsatz kommt.
Die Usergroup kritisiert daran, dass Prioritykunden grundsätzlich mehr Entgelte bezahlen und manche Businessprodukte den Begriff "Fair Use" gar nicht kennen, weil hier nach verbrauchter Bandbreite abgerechnet wird.
Transparent Caching oder "Zwangsproxys"
Dabei handelt es sich um einen unsichtbar im Netz implementierten
zentralen Server bzw. Serververbund, der alle ein- und ausgehenden
Daten zwischenspeichert und, falls diese bereits im Speicher liegen,
dem User umgehend präsentiert. Somit wird teure Bandbreite nach
außen gespart, aber laut Chello auch "die Antwortgeschwindigkeit
verbessert".
Chello gegen Dauer-DownloaderDetails zum "Zwangsproxy"
Diese laut Priority Telecom durchaus gängige Lösung von ISPs käme derzeit in Graz, Klagenfurt und Wiener Neustadt [ausschließlich Port 80] zur Anwendung.
Ob und wann ein derartiger Proxy auch in Wien installiert wird, konnte man bei Chello weiterhin nicht sagen.
Man erklärt weiter, dass verschlüsselte Verbindungen oder Passwörter dabei nicht gespeichert, sondern einfach an den Zielrechner weitergeleitet werden. Anwendungen wie z.B. Netbanking werden also nicht über diese Proxys geführt.
Auch Anfragen, die nicht für einen Webserver bestimmt sind, werden nicht über den Proxy geroutet [zB. E-Mail, News, etc.].
Spart kaum Bandbreite
Fraglich bleibt jedoch weiterhin, was sich Chello außer einer
geringen Geschwindigkeitsverbesserung beim Surfen von den
Zwangsproxys eigentlich erhofft, da der Großteil des Traffics
[File-Sharing etc.] gar nicht über Port 80 läuft.
Chello Usergroup
