40 Millionen US-Bürger tauschen MP3s
Rund 40 Millionen US-Amerikaner, also ein Fünftel der US-Bevölkerung, tauschen nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos Reid Songs im Internet.
Auch nach der Schließung der Tauschbörse Napster erfreut sich danach die Nutzung bestimmter Webangebote oder Tauschbörsen wie Morpheus, KaZaA oder Audio Galaxy vor allem bei jungen Leuten zwischen 12 und 24 Jahren weiterhin großer Beliebtheit. Ein Viertel der Bevölkerung [25 Prozent] besitzt mittlerweile einen Personal Computer mit CD-Brenner, teilte das Unternehmen mit.
Downloader kaufen weiterhin CDs
Insgesamt 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie trotz der
Möglichkeiten des kostenlosen Herunterladens von Songs genauso viel
oder sogar mehr Geld für Musik-CDs ausgegeben hätten. Vor rund zwei
Jahren war die Marktforschung Jupiter Communications zu einem
ähnlichen Ergebnis gekommen.
PC-Industrie als "Piraterie-Gewinner"Vor allem Musik-Enthusiasten tauschen MP3s
Nach beiden Studien nutzten die Online-Tauschbörsen vor allem "Musik-Enthusiasten", die im Internet auch nach ausführlicheren Informationen wie Liedtexten oder Tourkalendern suchten. 47 Prozent dieser Nutzer haben nach Angaben von Ipsos schon einmal nur deshalb eine CD gekauft, weil sie über Informationen im Internet darauf aufmerksam geworden waren.
Die Musikindustrie beklagt dagegen seit Jahren Umsatzausfälle in Milliardenhöhe. Schuld daran sollen vor allem auch die wachsende Verbreitung von CD-Brennern und kostenlose Raubkopien im Internet sein.
Nach einer Studie des amerikanischen Musikindustrie-Verbandes RIAA haben 23 Prozent der Musikfans im Alter zwischen 12 und 54 Jahren im vergangenen Jahr nicht mehr CDs als zuvor gekauft, weil sie die meisten Lieder kopiert oder aus dem Internet heruntergeladen haben. Für seine jüngste Erhebung befragte Ipsos zwischen dem 25. April und 1. Mai 2002 insgesamt 1113 Männer und Frauen über 12 Jahren.
Tantiemen für gebrauchte Audio-CDs
Die fünf großen Musikunternehmen überlegen derzeit ernsthaft,
gebrauchte CDs mit einer Urheberabgabe zu belegen. Grund ist
angeblich die Praxis, CDs zu kaufen, zu brennen und gleich
weiterzuverkaufen.
Urheberabgaben auf gebrauchte CDs
