Ein Angebot für KPNQwest
Seit heute Nachmittag gibt es einen Bieter für den österreichischen Kundenstock des insolventen Providers KPNQwest.
Man werde ein Angebot legen, sagte Herbert Herdlicka aus dem Vorstand der Venture-Kapitalfirma Global Equity Partners [GEP], um die KPNQwest weiterzuführen.
Wie viel das nach eigenen Angaben größte Venture-Kapital-Unternehmen Österreichs bereit ist, zu investieren, bleibt vorerst ein Geheimnis.
Kein Glas
Dass am verlustreichen Carrier-Geschäft kein Interesse besteht,
ist ebenso klar. "Wir brauchen kein Glas" so Herdlicka zur fuZo,
vielmehr führe man mit Masseverwalter und Management gerade
Verhandlungen um die KPNQwest-Kunden.
In Holland läuft es weniger gut - BetrugsverdachtWie viele Kunden sind noch da
Wie viele noch verblieben sind, ist wiederum weniger klar. Es sei davon auszugehen, sagt Herdlicka, dass es sich bei den meisten um "dual homed"-Kunden handle.
Ob diese Willens seien zu kündigen, bereits gewechselt haben, oder sich angesichts der Insolvenz von KPNQwest vorsorglich eine Back-Up-Leitung zugelegt hätten, sei derzeit unmöglich zu sagen.
Antwort auf die Telekom
Auf die Frage, ob dies die Antwort auf die offensichtlichen
Bestrebungen der Telekom sei - die fuZo berichtete - den
KPNQWest-Kundenstock auf dem Weg einer "Leitungsgarantie" zu
übernehmen, beantwortet Herdlicka mit einem klaren "Yes."
Was GEP sonst noch machtProfitabilitäten, Fristen
"Die Firma war immer profitabel und wird auch in Zukunft profitabel sein" sagt der nunmehrige GEP-Vorstand.
Wenigstens Ersteres weiß Herbert Herdlicka ganz genau, zumal er die in der KPNQwest aufgegangene EU-Net Austria jahrelang geführt hatte.
Masseverwalter und Management müssen spätestens Anfang der nächsten Woche entscheiden, ob sie dem GEP-Angebot den Zuschlag geben.
