Microsoft will Web-Services absichern
Microsoft will einen neuen .NET-Softwarebaustein zur sicheren Übertragung sensibler Daten speziell für den Unternehmenseinsatz im nächsten Jahr auf den Markt bringen.
Das in Zusammenarbeit mit VeriSign und IBM entwickelte Serverprogramm "TrustBridge", das der Sicherung des Datenverkehrs zwischen den Netzwerken verschiedener Unternehmen dient, soll heute vorgestellt werden. Damit sollen Mitarbeiter kontrollierten Zugang zu bestimmten Informationen in den Netzwerken von Partner- und Zulieferfirmen erhalten.
Mit der fertigen TrustBridge ist laut einem Bericht des "Wall Street Journal" aber erst im nächsten Jahr zu rechnen. Die drei beteiligten Unternehmen haben im April eine Initiative für sichere Webservices gestartet. Unter anderem haben die Initiatoren Erweiterungen für SOAP definiert, mit denen sich die Integrität der Datenübertragung in Webservice-Anwendungen gewährleisten lasse.
TrustBridge stellt laut WSJ das erste Ergebnis der Zusammenarbeit dar. Wie zu erwarten, ist die Technologie für den Einsatz auf Windows-Servern optimiert. Laut WSJ können andere Systeme mit TrustBridge nur kommunizieren, wenn das Authentifizierungsprotokoll Kerberos unterstützt wird.
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Die Software könne auch ein allgemeines Problem lösen, mit dem Mitarbeiter in großen Unternehmen häufig konfrontiert seien, sagte Adam Sohn, Produktmanager von Microsoft: zu viele Passwörter und Nutzer-Identifikationen.
"TrustBridge" soll die Anfragen eines Mitarbeiters aufnehmen und seine Zugangsberechtigung durch das Abgleichen mit einer Liste im Netzwerk erkennen können.
Auch Firmen aus dem Reise- oder Bankgewerbe könnten mit "TrustBridge" ihren Geschäftskunden sichere Serviceleistungen im Internet anbieten.
