Flugreisende unter lückenloser Überwachung
Das US-Transportation-Department will derzeit mit Unterstützung des Kongresses die Kameraüberwachung von Flugpassagieren gesetzlich festschreiben.
Falls die Pläne umgesetzt würden, stünden Flugreisende flächendeckend unter Kamrerabeobachtung, da auch Flughäfen derzeit vermehrt entsprechende Systeme installieren, wobei immer öfter auch Gesichtserkennungs-Software zum Einsatz kommt.
In den Flugzeugen sollen versteckte Kameras den Piloten, die nach dem 11. September hinter schusssicheren Türen eingeschlossen sind, und den mitreisenden "Sky-Marshals" die permanente Kontrolle des Passagierraums ermöglichen.
Transportation DepartmentBild auf dem Handheld
Derzeit testen zahlreiche Flugzeughersteller und Fluglinien entspechende Überwachungssysteme, darunter auch Airbus.
In den USA läuft jetzt ein Praxistest der Fluglinie United Airlines an, die ein System von Rockwell Collins verwendet.
Die Video-Bilder werden dabei sowohl ins Cockpit übertragen als auch an mobile Geräte eventuell anonym mitreisender Sicherheitskräfte ["Sky Marshals"]. Im Test kommen HPs Jornandas zum Einsatz, mit dem die Marshals unauffällig an ihrem Platz das Geschehen beobachten können.
Das Rockwell-System ist außerdem darauf ausgelegt, die aufgenommenen Videos zu speichern und im Zweifelsfall noch während des Fluges an den Boden zu funken. Daneben haben die Kameras noch einen Infrarot-Modus, falls in der Kabine das Licht ausfällt.
United AirlinesAuch in Europa in Planung
Wegen der Bedrohung durch Attentäter will auch der europäische Flugzeugbauer Airbus in seinen Maschinen versteckte Kameras zur Überwachung der Passagiere einbauen.
Dabei sollen die Mini-Linsen in die Leselampen über den Sitzen eingebaut werden.
Luftfahrt rüstet gegen AttentäterAusbau trotz Rückschlags
Am Boden werden unterdessen immer mehr Flughäfen auch mit Gesichtserkennungssystemen ausgestattet, auch wenn es immer wieder Berichte über die Fehleranfälligkeit dieser Technologie gibt.
Einmal installiert, stellt auch die Verknüpung mit Bildern aus den Kameras in den Flugzeugen, die zum Boden gefunkt werden, kein größeres Hindernis mehr dar.
Gesichtserkennung erkennt Gesichter nicht
