Neuer Standard zur Online-Identifikation
Im Wettstreit um den virtuellen Internet-Ausweis hat die von Sun Microsystems gegründete Liberty-Alliance ein erstes funktionierendes System für diesen Sommer angekündigt.
Zugleich habe die Allianz fünf neue Mitglieder werben können, darunter auch den deutschen Softwarekonzern SAP.
Die Allianz entwickelt einen Standard für die Online-Identifikation. Ziel ist, dass ein Nutzer sich an einer Homepage einloggen kann und von anderen Sites automatisch als authentifiziert erkannt wird.
Die Liberty-Alliance und Microsoft versuchen jeweils, Systeme in der Online-Branche zu etablieren, die virtuelle Ausweise für den sicheren Handel im Internet zur Verfügung stellen.
MS-Passport wird überprüft
"Passport" ist ein wesentlicher Bestandteil von Microsofts
".NET"-Strategie. Datenschützer bemängeln jedoch, dass für die
Authentifizierung die persönlichen Daten der Nutzer auf zentralen
Microsoft-Servern gespeichert sind. Derzeit untersucht die
Europäische Kommission, ob der Service gegen europäische
Datenschutzbestimmungen verstößt.
EU überprüft Datenschutz in MS-PassportKeine zentrale Speicherung der Daten
Die Liberty-Alliance zählt derzeit mehr als 40 Unternehmen, darunter AOL Time Warner, General Motors, United Airlines, Vodafone und Nokia.
Anders als das Konzept von Microsoft will die Allianz ein System anbieten, bei dem sich der Kunde sicher ausweisen kann, die Daten jedoch nicht zentral gespeichert werden sollen. Dafür sollen Online-Unternehmen untereinander die Richtigkeit der Daten ihrer Kunden gewährleisten.
Details hatten die Unternehmen bislang nicht veröffentlicht.
