EU prüft Roaming-Gebühren der DT
Der Deutschen Telekom droht ein weiteres Verfahren aus Brüssel.
Ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel bestätigte am Freitag teilweise einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Dem Bericht zufolge soll die Telekom Tochter T-Mobile ihren Kunden überhöhte Gebühren für Auslandstelefonate, das so genannte Roaming, in Rechnung stellen.
EU bemängelt überhöhte Preise für Konkurrenten
Erst am Mittwoch vergangener Woche hatte die EU-Kommission ein
Prüfverfahren gegen die Deutsche Telekom eingeleitet. Die Behörde
wirft dem Konzern vor, seine Markt beherrschende Stellung beim
Zugang zum Festnetz in der Bundesrepublik missbraucht zu haben.
Kartellverfahren gegen Deutsche Telekom"Das Roaming macht uns Sorgen"
Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti sagte dazu: "Das Roaming macht uns Sorgen."
Die Kommission prüfe derzeit die Gebühren, die die Unternehmen dafür verlangten, sagte Sprecher Michael Tscherny. "Und es sieht so aus, als seien die sehr hoch."
Laut "FAZ" müssen T-Mobile wie auch die britischen Gesellschaften Vodafone und Cellnet noch vor der Sommerpause mit der Einleitung eines Verfahrens rechnen. Tscherny bestätigte dies aber nicht.
EU lässt neun Telekoms durchsuchen
Er verwies darauf, dass die EU-Kommission im Juli vergangenen
Jahres Mobilfunkanbieter in Deutschland und Großbritannien
unangemeldet durchsucht habe. Die damals sichergestellten Beweise
würden derzeit noch ausgewertet. Es sei noch unklar, welche Schritte
die Kommission einleiten werde und gegen welche Unternehmen diese
gerichtet seien.
Wenig Widerstand bei Mobilfunk-Razzien
