Wenig Erfolg für SMS-Nachfolger
Einer Studie des Marktforschungsinstituts Forrester zufolge dürften Messaging-Systeme wie EMS [Enhanced Messaging Services] und MMS [Multimedia Messaging Services] in naher Zukunft keinen großen Erfolg haben.
Die Entwicklung neuer Dienste wie mobiles Instant Messaging [IM], aber auch die klassische E-Mail hätten weit mehr Potenzial als ursprünglich angenommen.
Für die Studie wurden führende Manager von 20 Mobilfunkbetreibern in Europa befragt.
Kunden bleiben der altbewährten SMS treu
"Für schnelle persönliche Mitteilungen benötigen Kunden keine
derart ausgefeilten Systeme wie EMS oder MMS", meint
Forrester-Analystin Michelle de Lussant. Sie würden auch weiterhin
der altbewährten SMS treu bleiben. Obwohl zehn Prozent der
SMS-Umsätze von Services wie EMS "gefressen" werden, sollen sich
diese in Europa bis 2007 um 42 Prozent auf 25 Mrd. Euro erhöhen.
10 Millionen SMS pro Tag in ÖsterrreichRosige Aussichten für Instant Messaging
Wenn die technischen Möglichkeiten ausgereift genug sind, werden viele User vom "teuren" SMS auf das billigere mobile IM umsteigen, prophezeit Forrester.
"SMS wird auch weiterhin die Bedürfnisse der meisten Kunden befriedigen, bis 2007 werden zwei Drittel der Nachrichten über dieses System versendet", so die Analystin.
EMS werde dagegen von der großen Masse unbeachtet bleiben, und nur jeder fünfte mobile User wird es in fünf Jahren regelmäßig verwenden. Der Beitrag zum Messaging-Umsatz soll magere drei Prozent betragen.
Im Vergleich dazu wird 2007 jeder vierte User regelmässig IM verwenden und rund zehn Prozent zum Umsatz beitragen. Auch MMS wird die "gute alte E-Mail" bis 2007 nicht überflügeln.
