10.05.2002

TREND

Bildquelle: disney

Animierte Pixel als Cash-Cow

Nach Blockbustern wie "Shrek" oder "Ice Age" setzt Hollywood jetzt offensichtlich voll auf digitale Animationsfilme: Auch Sony Pictures hat angekündigt, ein entsprechendes Animationsstudio zu gründen, das allerdings auch ein wichtiges neues Element zwischen Videospielen und Online-Unterhaltungsdiensten in der Wertschöpfungskette des Konzerns werden soll.

Das neue Sony-Studio soll von den DreamWorks-Veteranen Sandra Rabins und Penney Finkelman Cox geleitet werden.

Die beiden sollen ein Team von 150 Computer-Animatueren anheuern und auch auf die Resourcen von Sonys Special-Effects-Abteilung "Imageworks" zurückgreifen.

Geschlossene Verwertungskette

Sonys Pläne für digitale Animationsfilme wurden auf einer Veranstaltung für Analysten in New York vorgestellt.

Dabei wies der Konzern darauf hin, dass die Streifen ein weiteres wichtiges Element in seiner geschlossenen Verwertungskette seien: Kinofiguren kann Sony demnach optimal auch in Videospielen etwa für die Playstation oder in Unterhaltungsangeboten im Internet oder am Handy vermarkten

Aus Sonys Sicht werden diese Möglichkeiten des Konzerns derzeit von den Börsen noch nicht voll gewürdigt.

Mit Oscars gewürdigt

Dieses Jahr gab es auch erstmals "Oscars" in der Kategorie Bester Trickfilm, worunter sowohl Zeichentrickfilme als auch computeranimierte Streifen fallen.

Die Oscar-Akademie, die seit etwa 70 Jahren einen Oscar für Kurztrickfilme vergibt, hat lange überlegt, ob es jedes Jahr genügend Trickfilme für eine Nominierung geben würde.

Doch mit dem Fortschritt in der Computeranimation sind neben den großen Produzenten viele Studios in das Geschäft eingestiegen.