HP gibt Produktpalette bekannt
Mit dem Werbeslogan "We are ready" ist das "neue HP" nach der Übernahme von Compaq offiziell gestartet.
HP-Chefin Carly Fiorina gab zu Geschäftsbeginn die Produktstrategie bekannt und sagte, dass der Konzern in den letzten drei Monaten bereits Aufträge in Höhe von 5,3 Milliarden USD erhalten habe.
Sie bestätigte zudem die Entlassung von 15.000 Mitarbeitern.
Rascher Arbeitsplatzabbau
HP will den Abbau der Arbeitsplätze rasch vorantreiben und den
Großteil der Stellen innerhalb von sechs bis neun Monaten streichen.
HP will 2,5 Milliarden USD an Kosten einsparen, Fiorina sieht jedoch
ein Potenzial für noch höhere Ersparnisse.
HPQ geht an den StartHP übernimmt High-, Compaq Low-End-Server
Bei den Managern wie bei den Produkten wird HP dominieren, der Name Compaq bleibt jedoch in vielen Bereichen erhalten. Bei den Itanium-Servern wird HP zum "Master Brand", HP-UX soll Compaqs Unix-Betriebssystem Tru64 komplett ersetzen.
Bei den kleineren IA-32-Servern bleibt Compaqs "Proliant" erhalten, während HP seine Produkte in diesem Segment aufgibt. Im Consumer-PC-Bereich werden Compaqs Presario-Serie und HPs Pavillion weiterhin parallel laufen, während bei den Business-PCs in neun Monaten nur noch die Compaq-Produkte übrig bleiben.
iPaq verdrängt Jornada
Auch bei den Notebooks bleibt am Ende der Compaq-Name erhalten. HP wird hier seine Omnibook-Reihe einstellen. Bei den PDAs setzt sich Compaqs erfolgreiches Gerät iPaq durch, HP lässt seine Jornada-Serie Ende des Jahres auslaufen. Das neue Unternehmen wird den iPaq künftig unter dem Namen "HP iPaq Pocket PC" vermarkten.
Drucken und Imaging bleiben HP-Domäne
Drucker und Imaging-Produkte werden in den kommenden zwölf Monaten komplett auf den Markennamen HP umgestellt.
Die fusionierte Gesellschaft firmiert weiter als Hewlett-Packard und hat ihr Hauptquartier in Palo Alto. Konzernchefin ist und bleibt Carly Fiorina.
Der bisherige Compaq-Chef Michael Capellas ist HP-Präsident und damit für die Tagesgeschäfte des Unternehmens verantwortlich. Fiorina dürfte sich mehr um strategische Fragen und um die Ausrichtung des neuen Computerriesen kümmern. HP schließt durch die Compaq-Übernahme umsatzmäßig fast zum Branchenführer IBM auf.
