Mobilfunk-Boomjahre sind beendet
Die Mobilfunkholding der Deutschen Telekom, T-Mobile, rechnet im laufenden Jahr 2002 mit einem schwächeren Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis als im Vorjahr.
Laut Rene Obermann, Vorstand für das Europageschäft, sind in Mitteleuropa die fast nur durch Teilnehmerwachstum getriebenen Boomjahre weitgehend beendet.
Ebenfalls schwächer zeigt sich das Neukunden-Wachstum von Europas größtem Mobilfunkkonzern Vodafone.
Vodafone: 100 Millionen Kunden
Im ersten Quartal dieses Jahres schloss Vodafone nach eigenen
Angaben vom Donnerstag 1,3 Millionen neue Verträge ab. Im
Schlussquartal 2001 hatte Vodafone demgegenüber noch mehr als vier
Millionen Kunden hinzugewonnen. Den gebremsten Anstieg begründete
der Konzern mit der einsetzenden Sättigung des europäischen
Mobilfunkmarktes. Die Gesamtkundenzahl zum Ende des ersten Quartals
gab Vodafone mit mehr als 100 Millionen an.
"Teuton-Mobile" und ein EU-HandytarifBoomjahre sind beendet
2001 hatte sich der T-Mobile-Umsatz vor allem wegen der erstmaligen Berücksichtigung von im Jahresverlauf übernommenen Mobilfunkfirmen in Osteuropa und den USA um 41 Prozent auf 14,6 Mrd. Euro erhöht.
Der Zuwachs beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [EBITDA] soll im Vergleich mit der geplanten Erlössteigerung überproportional ausfallen.
2001 hatte sich das EBITDA bei einem abgeschwächten Kundenwachstum auf Grund gesunkener Kosten für die Gewinnung von Neukunden auf 3,1 Mrd. Euro mehr als verdoppelt.
Die meisten Neukunden aus den USA
Bei der US-Tochter VoiceStream soll sich das Wachstum aber weiter
fortgesetzen. Von Jänner bis März 2002 hatte die Nummer sechs auf
dem US-Mobilfunkmarkt netto mehr als eine halbe Millionen Kunden
gewonnen und verzeichnet derzeit gut 7,5 Millionen Teilnehmer. Damit
gingen bereits knapp drei Viertel aller Netto-Neukunden von T-Mobile
im ersten Quartal auf das Konto von VoiceStream.
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