Infineon überrascht positiv
Infineon hat seine operativen Verluste im abgelaufenen Quartal im Zuge der Erholung der Preise für Speicherchips deutlich verringert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Vor Steuern und Zinsen habe der Konzern im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 einen Verlust von 178 Millionen Euro erzielt, nachdem das EBIT im vorangegangenen Quartal noch bei minus 564 Millionen Euro gelegen sei, teilte Infineon mit.
Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal um 34 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro. Es gebe verstärkte Signale für eine positive Nachfrageentwicklung, erklärte Infineon weiter. Der Konzern gehe aber davon aus, dass der Preisdruck in den meisten Geschäftsbereichen auch in den kommenden Monaten anhalten werde.
Die Europäische Kommission hat erst unlängst die staatlichen Millionenbeihilfen für das Infineon-Chipwerk in Dresden in voller Höhe genehmigt. Infineon kann damit 219 Millionen Euro in sein Budget aufnehmen.
219 Millionen Steuergelder für InfineonDRAM-Preisverfall
Im umsatzstärksten Segment Speicherprodukte, das besonders unter dem dramatischen Preisverfall des letzten Jahres gelitten hatte, ging der operative Verlust auf 28 Millionen Euro von noch 371 Millionen Euro im Vorquartal zurück. Infineon ist der weltweit viertgrößte DRAM-Hersteller.
Mit einem EBIT von 23 Millionen Euro schrieb das Segment Automobil- und Industrieelektronik wie erwartet als einzige Infineon-Sparte im Quartal schwarze Zahlen.
