Ericsson will 20.000 Stellen streichen
Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson will nach Worten von Konzernchef Kurt Hellstrom in diesem und im kommenden Jahr insgesamt weitere 20.000 Stellen streichen.
In absehbarer Zukunft sei nicht mit einem Aufschwung in der Branche zu rechnen, sagte Hellstrom.
"Das Programm, das wir für dieses Jahr angestoßen haben, wird unsere Kosten für das Jahr um zehn Milliarden Kronen reduzieren und entspricht rund 10.000 Jobs", sagte Hellstrom.
Im Jahr 2003 würden weitere 10.000 Stellen wegfallen.
Minus von 2,2 Milliarden Euro
Der schwedische Ericsson-Konzern hat im Jahr 2001 im
Handygeschäft ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahren. Die
Beschäftigtenzahl ist seit März 2001 von von 107.300 auf 85.200
zurückgegangen. Dabei verbuchte Ericsson allein 1,6 Milliarden Euro
Verlust durch die Kosten der Sanierungsmaßnahmen.
Ericsson mit roten ZahlenVorsteuerverlust von 590 Millionen Euro
Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzwerken und mit Sony drittgrößte Handyhersteller kämpft angesichts zögerlicher Investitionen der Mobilfunkbetreiber um die Rückkehr in die Gewinnzone.
Ericsson hat im ersten Geschäftsquartal einen konzernweiten Vorsteuerverlust von 590 Millionen Euro verbucht und damit schlechter als erwartet abgeschnitten.
Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich 536 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz ging um 26 Prozent auf vier Milliarden Euro zurück.
Ericsson Österreich nicht betroffen
Ericsson Österreich ist vom weltweiten Stellenabbau des
defizitären schwedischen Telekom-Ausrüsters - zumindest derzeit -
nicht betroffen. "Es gibt derzeit keine Pläne, die Mitarbeiterzahl
zu reduzieren", sagte Ericsson Österreich-Sprecher Gerhard Gindl.
Ericsson Austria
