25.01.2002

BILANZ

Bildquelle: Ericsson

Ericsson mit roten Zahlen

Der schwedische Ericsson-Konzern hat im Jahr 2001 im Handygeschäft geringere Verluste gemacht als befürchtet.

Wie das Unternehmen in Stockholm bekannt gab, betrug das Minus 2,2 Milliarden Euro.

Im Jahr 2000 hatte der viertgrößte Handyhersteller der Welt noch 1,5 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Verluste im vierten Quartal fielen mit 540 Millionen Euro deutlich höher aus als vorhergesagt. Der Umsatz fiel im gesamten Jahr um fünf Prozent auf 22,2 Milliarden Euro.

Trotz roter Zahlen zufrieden mit der Bílanz

Ericsson-Vorstandschef Kurt Hellström erklärte, er sei trotz der roten Zahlen zufrieden mit der Bilanz. Ericsson habe das "schlimmste Jahr in der Geschichte der Mobilbranche" gut überstanden und stehe nach durchgreifenden Strukturänderungen vor einer positiven Entwicklung.

Die Beschäftigtenzahl ist seit März letzten Jahres von von 107.300 auf 85.200 zurückgegangen. Dabei verbuchte Ericsson allein 1,6 Milliarden Euro Verlust durch die Kosten der Sanierungsmaßnahmen. Positiv auf die Bilanz wirkten sich 580 Millionen Euro Kapitalgewinne aus.

Im vergangenen Jahr hatte Ericsson wegen anhaltender Verluste im Handygeschäft die komplette Produktion eigener Mobiltelefone an das US-Unternehmen Flextronics ausgelagert.

Sony-Ericsson soll 2002 Gewinn bringen

2001 wurde außerdem eine strategische Allianz mit Sony in Japan eingegangen.

Ericsson will im Laufe des Jahres 2002 mit diesem Gemeinschaftsunternehmen Gewinne

erwirtschaften.

Hellström erwartet im ersten Quartal einen kleinen Verlust, aber das Joint Venture soll im Jahr 2002 profitabel werden.

Sony und Ericsson hatten ihre Handy-Produktionen im Oktober 2001 zusammengelegt.