24.01.2002

STABIL

Bildquelle:

Nokia wieder mit Milliardengewinnen

Der finnische Nokia-Konzern hat als einziger unter den führenden Handyherstellern auch im vergangenen Jahr Milliardengewinne mit Mobiltelefonen gemacht.

Das Unternehmen meldete heute in Helsinki einen Gewinn für 2001 von 5,2 Mrd. Euro gegenüber 5,9 Mrd. Euro im Jahr 2000. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 31,2 Mrd. Euro.

Konzernchef Jorma Ollila erklärte, er sei vor allem über das gute Abschneiden seines Unternehmens im vierten Quartal "mehr als glücklich". Nokia erwirtschaftete in den letzten drei Monaten einen Gewinn von 1,6 Mrd. Euro. Als positiv hob Ollila auch die anhaltend steigenden Marktanteile von Nokia beim weltweiten Handy-Verkauf hervor.

UMTS-Geräte noch heuer

Die Nokia-Aktie stieg um sechs Prozent, weil das Unternehmen nach einer eher schleppenden ersten Jahreshälfte für das Gesamtjahr 2002 15 Prozent mehr Handy-Absatz erwartet als zuletzt geschätzt.

Analysten erwarten auch für das laufende Jahr ein eher zähes Geschäft bei Nokia. Von den Geräten der bisherigen Technik-Generation dürften weniger verkauft werden, während mit den neuen Mobiltelefonen noch kein Geld zu verdienen sei, betonten die Experten.

Damit werde Nokia es "sicher schwer haben, seine derzeit hohe Rentabilität zu halten", sagte Mika Paloranta von Nordea Securities. Das Unternehmen hielt unterdessen an seiner Vorhersage fest, in der zweiten Jahreshälfte Telefone und andere Geräte im neuen Mobilfunk-Standard UMTS auszuliefern.

Motorola erstmals mit Minus

Der amerikanische Nokia-Konkurrent Motorola hatte im abgelaufenen Jahr erstmals nach 45 Jahren ein Minus erwirtschaftet: Nach den am Mittwoch bekannt gegebenen Zahlen lief bei Motorola ein Nettoverlust von 3,26 Milliarden USD [3,68 Mrd. Euro] auf. Am Freitag sollte auch der schwedische Telefonausrüster Ericsson Jahresdaten vorlegen.

Aktien der großen europäischen Handyhersteller haben heute im Handelsverlauf zeitweilig kräftige Gewinne verzeichnet. Die Aktien der französischen Alcatel lagen nach den Zahlen in Paris mit 5,27 Prozent im Plus bei 17,58 Euro. Ericsson-Aktien lagen zeitweilig über sechs Prozent im Plus bei 50,50 schwedischen Kronen.