22.01.2002

NOKIA

Bildquelle: Nokia

Schlechte Presse und Produktfeuerwerk

Erstmals seit Beginn des weltweiten Handy-Booms macht auch der souveräne Branchenführer Nokia negative Schlagzeilen vor der eigenen Jahresbilanz.

Die Finnen können zwar im Gegensatz zu ihren wichtigsten Konkurrenten Motorola, Siemens und Ericsson bei der Bilanzveröffentlichung an diesem Donnerstag erneut schwarze Zahlen aus dem Verkauf von Mobiltelefonen präsentieren.

Aber der Nokia-Kurs sank zum Wochenauftakt um immerhin fast sechs Prozent, als die US-Investmentbank Morgan Stanley das Nokia-Rating von "neutral" auf "underperform" senkte.

Nokia mit Plus von 1,4 Milliarden Euro

Diese Prognose wenige Tage vor der Bilanzveröffentlichung erregte in der internationalen Wirtschaftspresse deutlich mehr Aufsehen als die fast gleichzeitig von Nokia in Paris angesetzte Präsentation neuer Luxus-Handys.

Und auch dass Nokia-Chef Jorma Ollila am Donnerstag in Helsinki mit einem Plus von 1,4 Milliarden Euro für das vierte Quartal 2001 den erwarteten Gewinn präsentieren kann, wurde von den Aussagen der Morgan-Stanley-Analysten überschattet, die Nokia-Aktie sei angesichts der wenig rosigen Aussichten in naher Zukunft überbewertet.

20 neue Handy-Modelle 2002

Nokia plant zudem für das erste Halbjahr die Markteinführung von 20 neuen Handy-Modellen, sagte der Präsident der Mobiltelefonsparte Nokia Mobile Phones, Matti Alahuhta, auf der Comdex-Nordic-Konferenz.

Eine Sprecherin des finnischen Mobilfunkkonzerns nahm keine Stellung dazu, ob Alahuhta mit seinen Kommentaren die Markteinführung nur von Telefonen oder auch von Zubehör gemeint hat.

Im November hatte Nokia für das Gesamtjahr 2002 von 20 neuen Mobiltelefon-Modellen gesprochen.