Amnestieangebot für Softwarepiraten
Im Kampf gegen Raubkopien und nicht lizenzierte Software startet der Industrieverband Business Software Alliance [BSA] eine breit angelegte Kampagne in Deutschland.
Mit dem Aufruf "Sie haben 30 Tage Schonfrist. Nur lizenzierte Software beruhigt!" räumt die BSA zunächst den Unternehmen in Berlin die Möglichkeit ein, sich für eine umfassende Prüfung der eingesetzten Software-Lizenzen vom 15. April bis zum 14. Mai vor rechtlichen Schritten zu schützen.
Die Kampagne solle später auch in anderen Bundesländern fortgeführt werden.
Feldzug letztes Jahr in Österreich
Eine ähnliche Aktion hat die BSA letztes Jahr auch in Österreich
durchgeführt. In Oberösterreich nutzten 109 Firmen die eingeräumte
"Schonfrist" und zahlten nachträglich die Lizenzgebühren für ihre
Software.
"Feldzug" gegen Raubkopien in Österreich
109 reuige Softwarepiraten in OÖUmsatzentgang von 730 Millionen Euro
"Wir wissen, dass in Deutschland fast ein Drittel der gewerblich genutzten Software illegal eingesetzt wird", sagte Georg Herrnleben, Manager der BSA für Zentraleuropa.
Der Softwareindustrie gehe dadurch ein Umsatz von mindestens 730 Millionen Euro verloren.
Die BSA stützt sich bei ihrer Arbeit häufig auf die Angaben unzufriedener Ex-Angestellter, die den illegalen Einsatz von Software bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber melden und damit unter Umständen Durchsuchungen und andere rechtliche Schritte auslösen.
Die BSA wurde 1988 gegründet und setzt sich weltweit für den Schutz von Software als geistiges Eigentum ein. Hinter der BSA stehen laut deren Auskunft 85 Prozent der weltweit tätigen Hersteller von Standardsoftware.
BSASoftware-Inventurassistent von Microsoft
Microsoft veröffentlicht zeitgleich ein kostenloses Tool, das kleinen und mittleren Unternehmenskunden bei der Software-Bestandsaufnahme und dem Abgleich mit vorhandenen Lizenzen helfen soll.
Der Software-Inventurassistent listet die verwendete Microsoft-Software aus einzelnen Rechnern oder Netzwerken mit bis zu 50 PCs in wenigen Minuten aus und erstellt einen Inventurbericht.
Anschließend müssen die vorhandenen Lizenzen eingegeben werden, und sofort wird sichtbar, ob im Unternehmen die passende Anzahl von Lizenzen erworben wurde.
Daten bleiben vertraulich
Microsoft versichert, dass die Daten in jeder Phase völlig
vertraulich bleiben. Allein der Nutzer entscheidet, wie er mit den
gewonnenen Informationen weiter verfährt.
Download Software-Inventur-Assistent
