05.04.2002

BEING DIGITAL

Bildquelle: fuZo

Japaner bekommen intelligentes Haus

Faulenzer aufgepasst! Wer sich schon immer wünschte, dass doch bitte jemand anderes die schweren Einkaufstaschen schleppen, die Katze füttern oder das Badewasser einlassen möge, wohnt womöglich in der falschen Stadt.

Japanische Elektronikfirmen präsentierten in den vergangenen Wochen in Tokio das "intelligente Haus", das seinen Bewohnern dank neuester Informationstechnologie auch einen Großteil der lästigen Hausarbeit abnehmen soll.

Computer liest Nachrichten des Tages

Es regnet, und die Wäsche hängt noch draußen? Auch kein Problem: Nach telefonischer Anweisung fährt ein Elektromotor das Schutzdach aus.

Wenn Arbeit oder Heimweh wieder nach Hause locken, gibt ein großer Briefkasten am Eingang Briefe und Pakete preis und druckt die Empfangsbestätigung gleich noch mit aus.

In der Wohnstube führt Aibo, ein von Sony entwickelter Roboterhund, seinen einprogrammierten Freudentanz auf. Ein anderer Computer verliest die Nachrichten des Tages.

Bei Lebensmittelmangel schläg A.I. Alarm

Bei drohendem Lebensmittelmangel schlägt das Intelligenzpaket [A.I., künstliche Intelligenz] automatisch Alarm und bestellt sich via Internet im Lieblingsgeschäft um die Ecke Nachschub.

Der technischen Wunder nicht genug, kann der Spezialherd der Firma Sharp Tausende Rezepte speichern, während die Hitachi-Waschmaschine bei Problemen ohne Zögern den Installateur ruft.

Im Kinderzimmer bestimmen Spielkonsolen und Computer das Bild. Damit vor lauter Spielespaß das Lernen nicht zu kurz kommt, kann in einem kleinen Ruheraum über ISDN-Leitung jederzeit ein Sprachübungsprogramm angewählt werden.

Tür öffnet sich auf Fingerdruck

Freude dürfte bei Sicherheitsfanatikern auch die Türkamera auslösen, die Besucher aufnimmt, wenn das Haus leer steht.

Hinein kämen Unbefugte aber ohnehin nicht, der Eingang öffnet sich nämlich nur nach Kontrolle des Fingerabdrucks.

"Normalerweise wirkt Informationstechnologie für Konsumenten immer sehr kompliziert, aber dieses Mal haben wir demonstriert, dass es sehr einfache Anwendungen gibt", freut sich Yoshinori Sugihara von der Vereinigung der japanischen Elektronikindustrie über das Technikparadies.