Nokia steigt aus CDMA-Standard aus
Kooperation mit Sanyo geplatzt
Der weltgrößte Handyhersteller Nokia hat seine Pläne für ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Elektronikkonzern Sanyo Electric verworfen.
Bei den Gesprächen mit Sanyo über eine gemeinsame Produktion von CDMA-Handys [Code Division Multiple Access] sei kein Ergebnis erzielt worden, teilte der finnische Konzern am Donnerstag mit.
Zudem kündigte Nokia an, seine eigene Fertigung von Mobiltelefonen mit dem GSM-Konkurrenzstandard CDMA aufzugeben. Grund sei, dass Nokia auf lange Sicht einen schrumpfenden CDMA-Markt sehe.
Fremdfirmen bauen für Nokia weiter
Dennoch sollten auch weiterhin CDMA-Handys unter dem Nokia-Logo angeboten werden, die aber Fremdfirmen bauen würden. "Es ist eine rein pragmatische Geschäftsentscheidung", sagte der Chef des Nokia-Bereichs, Kai Oistamo.
Die Umstrukturierung werde die Firma im dritten Quartal mit 150 Mio. Euro belasten.
Ursprünglich wollte Nokia durch die Zusammenarbeit mit Sanyo die Präsenz auf CDMA-Märkten in Asien und den USA ausbauen.
(Reuters | dpa)
