Bester Trickfilm kommt aus dem Computer
Der vollständig computeranimierte Film aus den Dreamworks-Studios erhielt in der Nacht zum Montag in Hollywood den Oscar in der neu geschaffenen Trickfilm-Kategorie. Er ist damit der erste virtuell produzierte Film, der einen Oscar erhalten hat.
Neben "Shrek" waren auch die Filme "Die Monster AG" von Disney und "Jimmy Neutron: Boy Genius" nominiert.
Die Oscar-Akademie, die seit etwa 70 Jahren einen Oscar für Kurztrickfilme vergibt, hat lange überlegt, ob es jedes Jahr genügend Trickfilme für eine Nominierung geben würde.
Trickfilm-Oscar
Doch mit dem Fortschritt in der Computeranimation sind neben den
großen Produzenten viele Studios in das Geschäft eingestiegen. Der
Trickfilm-Oscar wird dennoch nur in den Jahren vergeben, in denen es
mindestens acht wählbare Filme dieser Kategorie gibt.
Neue Oscars für Software-Leistungen"Shrek" unter Linux gerendert
Der Zeichentrickfilm "Shrek" wurde komplett auf Linux entwickelt und gerendert. Auch bei "Prinz von Ägypten" war Linux mit dabei. Die Hersteller Dreamworks setzen voll auf das freie Betriebssystem.
Und Sie sind nicht die einzigen. Digital Domain [Spezialeffekte in Titanic, Dante's Peak], Pixar [Toy Story], Industrial Light & Magic [Star Wars Episode I, A.I.] und andere Studios im professionellen Animationsbereich entdecken die Vorzüge eines UNIX-basierten Betriebssystems.
So auch Silicon Grail, die ihr Filmbearbeitungsprogramm Rayz von Grund auf für Linux entwickelt haben. Multi-point-tracking, das Morphen und Verzerren von Bildern, Kombinieren und Resequenzieren von Kadern und Quicktime-Unterstützung werden angeboten.
Linux erobert Hollywood400 Linux-Server als Renderfarm
Dreamworks unterhält 200 Linux-Desktops für Animatoren sowie 400 Linux-Server für die Produktion der Effekte. Pixar besitzt momentan nur 20 Linux-Server für Render-Aufgaben, die Stückzahl soll aber auf 100 aufgestockt werden um ihren nächsten Film, Finding Nemo [Erscheinungsdatum: Sommer 2003], komplett unter Linux zu erstellen.
An Applikationen fehlt es nicht: Maya, Shake, Houdini und die führende kommerzielle Applikation für Animation, Spezial-Effekte und Rendering, RenderMan, sind für Linux erhältlich.
