Fünf Mitgliedsstaaten droht EU-Klage
Die Europäische Kommission hat gegen fünf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union [EU] erste juristische Schritte wegen angeblicher Verstöße gegen die EU-Vorschriften zum Telekommunikationswettbewerb im Ortsnetz eingeleitet.
Die Kommission teilte in Brüssel mit, es handle sich um Deutschland, Frankreich, Irland, Portugal und die Niederlande.
In den fünf Ländern hätten es die noch immer marktbeherrschenden ehemaligen Monopolunternehmen versäumt, ihre Kosten für den Zugang zu ihrer Infrastruktur im Ortsnetz für Konkurrenten aufzuschlüsseln.
"Hatten genug Zeit"
"Die Regulierungsbehörden und Betreiber hatten genügend Zeit, um
den Bestimmungen der EU-Verordnung nachzukommen, sodass es jetzt
keine weiteren Verzögerungen bei der Öffnung geben darf", sagte der
für Telekommunikation zuständige EU-Kommissar Erkki Liikanen.
Weniger Richtlinien fürs FestnetzSurfen soll billiger werden
Die Öffnung der "letzten Meile" zum Telekom-Endkunden war im Jahr 2000 von der EU-Kommission durchgesetzt worden.
Damit soll vor allem das Surfen im Internet billiger werden, da sich die meisten Benutzer über örtliche Nummern ins Netz einwählen.
Die Kommission hatte mehrfach deutlich gemacht, dass sie keine Benachteiligung neuer Anbieter hinnehmen werde.
