Europa hält 29 Prozent am IT-Weltmarkt
Das weltweite Marktwachstum für Informations- und Kommunikationstechnik [IKT] hat sich 2001 auf 4,4 Prozent verlangsamt.
Das Volumen belief sich laut einer aktuellen Studie des European Information Technology Observatory [EITO] auf 2,292 Billionen Euro.
Deutliche Belebung für 2003 erwartet
Im Jahr 2000 erreichte das Wachstum mit 13 Prozent noch einen
Rekordwert. Derzeit würden vor allem die Länder Asiens und Teilen
Lateinamerikas stark zulegen. Laut Studie stagnierten die Umsätze in
den USA, deren Weltmarktanteil auf 34 Prozent zurückging. Europa
halte bei 29 Prozent. Erst im Jahr 2003 seien mit einem Plus von 9,8
Prozent wieder deutliche Zuwächse zu erwarten.
EITOTelekommarkt wuchs schneller als IT-Markt
In Westeuropa wuchs der IKT-Markt 2001 um 5,1 Prozent auf 643 Milliarden Euro. Für 2002 wird mit einem Plus von 5,4 Prozent auf 678 Milliarden Euro gerechnet.
"Markttreiber sind aktuell Software-Produkte und IT-Dienstleistungen", erklärte BITKOM-Vizepräsident Heinz Bäurer, der das Standardwerk der IKT-Marktforschung präsentierte.
Der westeuropäische Telekommarkt wuchs mit 6,6 Prozent [318,3 Milliarden Euro] wesentlich schneller als der IT-Markt, der nur um 3,9 Prozent zulegen konnte. Bei letzterem wird 2002 ein Anstieg von 5,1 Prozent auf ein Volumen von 341 Milliarden Euro erwartet.
Die Liberalisierung habe die Nachfrage im Telekommunikationsbereich europaweit angeregt, heißt es weiter. Online-Dienste stiegen um 21 Prozent und die Mobilkommunikation um 21 Prozent.
Gesunkene Umsätze bei der Hardware
Auch die Computer-Hardware verzeichnete erstmals seit etlichen
Jahren Rückgänge. Insgesamt ging die Nachfrage nach IKT-Hardware um
2,4 Prozent zurück. Sie soll sich im laufenden Jahr stabilisieren
und 2003 wieder um sechs Prozent wachsen. Dann wird laut Bäurer vor
allem die Nachfrage nach Geräten, die UMTS-Dienste anbieten, stark
steigen.
PC-Markt schrumpfte zum zweiten Mal
