Mobilfunkmarkt vor Preisregulierung
Terminierungsentgelte sollen gesenkt werden
Der Chef der deutschen Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, wird nach eigenen Angaben wahrscheinlich in Kürze preisregulierend in den benachbarten Mobilfunktmarkt eingreifen.
"Angesichts der Lage am Markt sehe ich wenig Chancen, dass wir von unserem bisherigen Vorschlag abrücken, die Terminierungsentgelte zu regulieren", sagte er dem "Handelsblatt" vom Mittwoch.
Terminierungsentgelte betroffen
Dabei geht es um die Gebühren, die Mobilfunkbetreiber erhalten, wenn sie Anrufe aus dem Festnetz oder von Konkurrenten in ihr eigenes Netz weiterleiten.
Grund für die Unzufriedenheit Kurths ist der Zeitung zufolge, dass die Anbieter diese Gebühren nicht den EU-Vorgaben entsprechend gesenkt hätten.
Bisher ist der Mobilfunkmarkt unreguliert. Die Terminierungsentgelte stellen nach Angaben aus der Branche einen wichtigen Teil des Umsatzes der Mobilfunkanbieter dar.
Alle gleich behandeln
Kurth werde seine Pläne auf einer am Mittwoch beginnenden Tagung zum Telekom-Markt in Europa vorstellen, meldete das "Handelsblatt".
Der Chef der Bundesnetzagentur habe angekündigt, dass seine Behörde die Gebühren festsetzen werde, wenn die Mobilfunkfirmen auf dem deutschen Markt sie nicht freiwillig reduzierten. Kurth machte zudem deutlich, dass es eine einheitliche Regelung für große und kleine Anbieter in dieser Frage geben werde.
(dpa)
