"Das Schlimmste ist überstanden"
Nach der Telekom-Krise 2001 blickt der schwedische Mobilfunkhersteller Ericsson optimistisch in die Zukunft. "2001 war ein schwieriges Jahr mit großen Herausforderungen. Doch nun haben wir das Schlimmste überstanden", sagte Ericsson-Vorstandsvorsitzender Kurt Hellstrom heute auf der Handymesse 3GSM World Congress in Cannes.
Trotz der hohen Marktsättigung vor allem in Europa sieht Hellstrom noch großes Wachstumspotenzial: "15 Prozent der Weltbevölkerung hatten Ende 2001 ein Handy. In Asien etwa liegt die Penetration aber erst unter zehn Prozent", betonte der Ericsson-Chef.
"Ende 2001 gab es weltweit rund 950 Millionen Handyuser, 425 Millionen davon sind Wertkartentelefonierer. Bis Ende 2002 wird die Zahl der Mobiltelefonierer um 200 Millionen auf rund 1,14 bis 1,17 Milliarden steigen, die der Wertkartenbesitzer auf 600 Millionen", schätzt Ericsson-Senior-Vizepräsident Torbjoern Nilsson.
3GSM: Microsoft tritt gegen Nokia anUMTS-Start
Den "wirklichen Start" der dritten Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications Systems] erwartet Hellstrom 2003, wiewohl einige Betreiber den kommerziellen Start der UMTS-Netze bereits für heuer planen würden.
Die größten Investitionen der Betreiber bei UMTS liegen demnach in den Services, nicht in der Infrastruktur.
