Gespannte Stimmung um TA-Verkauf
"Sollte sich ein attraktives Szenario bei der Telekom Austria [TA] ergeben, das einen Rückzug von der Börse [Delisting] beinhalten würde, würde ich mich nicht scheuen, dieses dem Aufsichtsrat zu empfehlen", sagte heute ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis.
Mit der Telecom Italia, die ihren Ausstiegswillen aus ihren beiden österreichischen Telekom-Beteiligungen [TA und Mobilkom] erklärt hat, bestehe das Problem unterschiedlicher Interessenlage.
Die Italiener seien "sehr stark Cash-getrieben", da sie eine hohe Schuldenlast abzubauen hätten und daher rasch Zuflüsse generieren wollten. Das führe teils zu einer gespannten Verhandlungsstimmung.
Die Telecom Italia hat ihre Verkaufsabsichten für ihre österreichischen Beteiligungen letzte Woche bestätigt. TI-Chef Marco Tronchetti Provera betonte bei einer Analystenpressekonferenz in Mailand, dass die Veräußerung der 29,8-prozentigen TI-Beteiligung an der börsennotierten TA und der 25-prozentigen Beteiligung an deren Mobilfunktochter Mobilkom Austria "eine hohe Priorität" in den nächsten Monaten habe.
TI will TA schnell loswerdenStillhalteabkommen
Es seien diverse Szenarien in Entwicklung, mit denen der Ausstieg der Italiener dargestellt werden könne.
Ein vereinbartes Stillhalteabkommen erlaube ihm jedoch nicht, über die einzelnen Szenarien in der Öffentlichkeit zu sprechen, sagte Michaelis. Wertmaximierung sei aber bei jeder ÖIAG-Beteiligung das oberste Ziel.
Deutlich mehr Geld für die TA
