Micron will Hynix übernehmen
Der US-Chiphersteller Micron will den angeschlagenen südkoreanischen Konkurrenten Hynix übernehmen und so zur Nummer eins auf dem Weltmarkt aufsteigen.
Dies teilte Hynix-Chef Park Chong-Sup am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap mit.
Micron kauft, Infineon uninteressiert
Micron habe de facto zugesagt, rund vier Milliarden USD [4,6
Milliarden Euro] zu zahlen. Erst heute morgen wurde aus
Branchenkreisen bekannt gegeben, dass der Halbleiter-Hersteller
Infineon Technologies AG kein Interesse mehr an einer Übernahme des
Speicherchipgeschäfts von Hynix hat.
Infineon verhandelt mit HynixInfineon-Hynix-Kooperation bleibt bestehen
Die Überprüfung der technologischen Ausstattung der Hynix-Sparte durch Infineon habe ergeben, dass zu große Investitionen notwendig wären, um die Technologie die neuesten Standards anzupassen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters heute aus den Kreisen.
Die Gespräche über eine mögliche Kooperation mit Hynix im Geschäft mit Kommunikationschips würden aber wahrscheinlich fortgesetzt. Eine Infineon-Sprecherin lehnte einen Kommentar ab.
Schuldenberg von 5,3 Milliarden Euro
Mit Micron hat Hynix den bitter benötigten Partner gefunden. Das
Unternehmen sitzt auf einem Schuldenberg von rund sechs Billionen
Won [5,3 Milliarden Euro] und konnte nur durch eine
milliardenschwere Finanzspritze seiner Gläubiger vorläufig vor dem
Aus gerettet werden.
Speicherchip-Preise sollen steigenNummer eins in Sicht
Micron ist derzeit hinter Samsung Electronics der zweitgrößte Speicherchip-Hersteller der Welt.
Durch die Übernahme von Hynix könnten die Amerikaner zur Nummer eins werden.
