Der "Internet-Brief" kommt im Sommer
Die österreichische Post wird voraussichtlich ab Juli mit "Schreiber.link" ein Service anbieten, bei dem Briefe, Postkarten und Telefaxe übers Internet versandt und dann physisch zugestellt werden.
Die Preise bezifferte Walter Trezek, Abteilungsleiter für neue Technologien der Post AG, mit 1,50 Euro pro Brief und einem Euro pro Postkarte.
Die Abrechnung soll nach den Vorstellungen der Post über die Telefonrechnung des jeweiligen Providers erfolgen.
PostEinschreiben online
Zu Beginn will die Post private User ansprechen, in weiterer Folge werde es weitere Produkte für Klein- und Mittelbetriebe und auch Mehrwertdienste für jedermann geben - wie den "eingeschriebenen Brief über das Internet", erklärte Trezek.
Bei dem "normalen" Online-Brief gibt der User auf der Post-Site Text, eigene Adresse sowie die Anschrift des Empfängers an. Nach dem Senden bearbeitet eine Maschine namens "Mail Printer" die Briefe.
Der Brief wird ausgedruckt, gefalzt, das Kuvert beschriftet sowie mit Briefmarke versehen, der Brief in das Kuvert gesteckt und verschlossen. Danach fällt der fertige Brief in einen Sack. "Durch dieses Verfahren bleibt das Briefgeheimnis gewahrt", so Trezek. Beim Postkarten-Service kann zusätzlich noch ein gewünschtes Motiv ausgewählt werden.
Der "Mail-Printer" ist laut Trezek ein kleiner, handlicher Laserdrucker mit Kuvertiereinheit, der auf den Kleinanwendermarkt zugeschnitten ist. Er kann 1.800 bis 2.000 Briefe und Postkarten pro Tag "erzeugen" und kostet die Post in der Anschaffung knapp über 7.000 Euro. Die Maschinen werden in den Verteilzentren der Post aufgestellt und sollen je nach Bedarf zuerst in Wien und dann auch in den Bundesländern zum Einsatz kommen. Das System ist je nach Bedarf phasenweise erweiterbar. Hersteller ist die britische Firma
PFEOnline-Frankierung
Die Post arbeitet nach eigenen Angaben auch "mit Hochdruck" an einem elektronischen Wertzeichen, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.
Der Nutzer zahlt dabei auf ein elektronisches Konto ein, über das Portowerte gekauft werden können. Eine spezielle Hardware-Ausrüstung ist dafür nicht erforderlich, lediglich ein Internet-Anschluss und die entsprechende Software.
Frankiert werden die Sendungen in der Praxis via Microsoft Word. Ein handelsüblicher Drucker erledigt dann die Arbeit, die bisher noch meist von Hand verrichtet wird.
Online-Briefmarke auch in Österreich
