08.02.2002

EINSCHREIBEN

Bildquelle: post

Der "Internet-Brief" kommt im Sommer

Die österreichische Post wird voraussichtlich ab Juli mit "Schreiber.link" ein Service anbieten, bei dem Briefe, Postkarten und Telefaxe übers Internet versandt und dann physisch zugestellt werden.

Die Preise bezifferte Walter Trezek, Abteilungsleiter für neue Technologien der Post AG, mit 1,50 Euro pro Brief und einem Euro pro Postkarte.

Einschreiben online

Zu Beginn will die Post private User ansprechen, in weiterer Folge werde es weitere Produkte für Klein- und Mittelbetriebe und auch Mehrwertdienste für jedermann geben - wie den "eingeschriebenen Brief über das Internet", erklärte Trezek.

Bei dem "normalen" Online-Brief gibt der User auf der Post-Site Text, eigene Adresse sowie die Anschrift des Empfängers an. Nach dem Senden bearbeitet eine Maschine namens "Mail Printer" die Briefe.

Der Brief wird ausgedruckt, gefalzt, das Kuvert beschriftet sowie mit Briefmarke versehen, der Brief in das Kuvert gesteckt und verschlossen. Danach fällt der fertige Brief in einen Sack. "Durch dieses Verfahren bleibt das Briefgeheimnis gewahrt", so Trezek. Beim Postkarten-Service kann zusätzlich noch ein gewünschtes Motiv ausgewählt werden.

Online-Frankierung

Die Post arbeitet nach eigenen Angaben auch "mit Hochdruck" an einem elektronischen Wertzeichen, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll.

Der Nutzer zahlt dabei auf ein elektronisches Konto ein, über das Portowerte gekauft werden können. Eine spezielle Hardware-Ausrüstung ist dafür nicht erforderlich, lediglich ein Internet-Anschluss und die entsprechende Software.