17.08.2001

POST IT

Bildquelle: orf on

Online-Briefmarke auch in Österreich

Die österreichische Post arbeitet mit Hochdruck an einem elektronischen Wertzeichen, das laut Johannes Angerer von der Pressestelle der Post im Jahr 2002 auf den Markt kommen soll.

Der Nutzer zahlt dabei auf ein elektronisches Konto ein, über das Portowerte gekauft werden können. Eine spezielle Hardware-Ausrüstung ist dafür nicht erforderlich, lediglich ein Internet-Anschluss und die entsprechende Software.

Frankiert werden die Sendungen in der Praxis via Microsoft Word. Ein handelsüblicher Drucker erledigt dann die Arbeit, die bisher noch meist von Hand verrichtet wird.

"Derzeit sitzen unsere Projektgruppen mit verschiedenen Firmen zusammen, die ein Konzept für die elektronische Briefmarke erarbeiten sollen", so Angerer.

Der Zeitpunkt der Produkteinführung stehe zwar noch nicht endgültig fest, liege jedoch mit Sicherheit im

kommenden Jahr. Allerdings sei noch kein Vertragsabschluss mit externen Firmen erreicht worden.

Konzentration auf Privatkunden

Damit hinkt die österreichische Post hinter der deutschen Post World Net hinterher, die als erstes europäisches Unternehmen ihre PC-Briefmarke "Stampit" bereits Ende dieses Monats auf den Markt bringt.

Begründet wird die Verzögerung damit, dass sich der heimische Anbieter auch auf den Privatkunden konzentrieren wolle. Die Deutschen wenden sich hingegen eher an Klein- und Mittelbetriebe.

USA als Vorreiter

"Digitale" Briefmarken, bei denen im Netz erworbenes Portoguthaben in Form von Barcode-Ausdrucken verbraucht wird, sind in Europa im Kommen. Neben der deutschen werden auch die italienische und die niederländische Post demnächst digitale Marken auf den Markt bringen.

In den USA tummeln sich schon vier Firmen auf dem Markt für digitale Briefmarken: Neben dem Branchenpionier E-Stamps sind das Neopost Online, Stamps.com und Pitney Bowes.