US-Behörde sieht keine Gefahr durch IE7

Wettbewerb
14.05.2006

Die US-Kartellbehörde hat Wettbewerbsbedenken von Google gegen Microsofts neuen Internet-Browser zurückgewiesen. Allerdings bleibt Microsoft im Visier des US-Justizministeriums.

Das US-Justizministerium erklärte, ein unfairer Marktvorteil sei beim Internet Explorers 7 von Microsoft nicht gegeben, da die Nutzer bei der Wahl einer Internet-Suchmaschine nicht eingeschränkt würden.

Ein Google-Sprecher hatte erklärt, die Einstellungen im Suchfenster des Microsoft Explorers seien so gestaltet, dass die Microsoft-Suchmaschine MSN bevorzugt werde.

Aufsicht über Microsoft verlängert

Der Wechsel der Suchmaschine sollte mit einem Klick möglich sein. Microsoft habe es aber so gestaltet, dass der Nutzer dies erst über mehrere Schritte erreiche.

Allerdings kündigte das US-Justizministerium weiters an, die Monopolaufsicht über Microsoft zu verlängern.

Noch in diesem Jahr will Microsoft, nach fünf Jahren Entwicklungspause, mit Version 7 eine neue Generation des Internet Explorers auf der Markt bringen.

Mangelnde Kooperation Microsofts

Nach Ansicht der Behörde hat Microsoft unzureichend bei der Kontrolle seines Windows-Monopols zusammengearbeitet.

Deshalb forderte das amerikanische Justizministerium, dass der Softwarehersteller länger als vereinbart Wettbewerbern Informationen über den Programmcode des weltweit dominierenden Computer-Betriebssystems zur Verfügung stellt.

Das Justizministerium forderte eine Verlängerung der ursprünglich bis 2007 laufenden Vereinbarung um mindestens zwei Jahre. Microsoft erklärte sich bereit, die Informationen auch darüber hinaus bereitzustellen. Die Entscheidung wird von einem US- Gericht getroffen.

Die EU-Kommission wirft Microsoft in einem ähnlichen Fall vor, Wettbewerber nicht ausreichend zu informieren und droht mit hohen Strafen. Das Unternehmen wirft Brüssel im Gegenzug Nähe zur Konkurrenz vor.

(dpa | Reuters | APA)