Kartellamt gegen Liberty Media
Das deutsche Bundeskartellamt wird einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich noch in dieser Woche der US-Gesellschaft Liberty Media die Übernahme des Fernseh-Kabelnetzes der Deutschen Telekom untersagen.
Liberty habe in den Verhandlungen mit der Behörde keine substanziellen Änderungen am ursprünglichen Ausbaukonzept für das Kabel angeboten, weshalb die kartellrechtlichen Bedenken gegen die Übernahme bestehen blieben, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Aussagen von an dem Verfahren Beteiligten.
Die Telekom will sechs ihrer regionalen Kabelnetze für 5,5 Milliarden Euro an Liberty verkaufen. Grundsätzlich haben die Wettbewerbshüter Bedenken, dass es durch die Übernahme zu einer Wettbewerbseinschränkung im Fernseh-Kabelgeschäft kommen könnte. Das Bundeskartellamt muss über die beantragte Übernahme bis zum 28. Februar entscheiden. Die Wettbewerbshüter hatten Ende Dezember weitere Gespräche mit Liberty angekündigt.
Pläne der UPC-Mutter im KartellvisierKein Kommentar
Beim Bundeskartellamt war am Montagabend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht erreichbar.
Die Telekom wollte den Bericht nicht kommentieren. "An solchen Spekulationen können wir uns nicht beteiligen", sagte ein Sprecher. "Wir wissen nicht, wann das Kartellamt entscheidet." Der Sprecher fügte hinzu, von einer Entscheidung würde wohl zuerst auch Liberty Media und dann erst die Telekom informiert.
