16.01.2002

USA

Bildquelle: FuZo

Handheld gegen Terrormaßnahmen

Ein Polizeibeamter überprüft einen Verdächtigen. Laut seiner neuen Spezialausbildung ist das eine Person, deren Verhalten und Aussehen mit der eines "Terroristen" übereinstimmen. Im Zuge einer Routinekontrolle wird der Beamte den Namen des Verdächtigen in seinen Handheld eintippen und wenig später die komplette Strafakte der Person auf seinem Handheld-Display erhalten.

Praktiken, die vor dem 11. September noch an rechtlichen Bedenken scheiterten, werden nun von amerikanischen Flughäfen auf der Suche nach einem effektiven Überwachungs- und Kommunikationssystem in Erwägung gezogen.

Das oben genannte Beispiel entspricht der in der Testphase befindlichen Kombination aus Blueberry-Handheld der Firma Research in Motion und der PocketBlue-Software von Ather Systems.

Auf Knopfdruck Alarmzustand

Auch auf Geräten mit Palm-OS und Windows lässt sich die Software betreiben, allerdings müssen für die verschlüsselte Kommunikation mit dem "National Crime Information Center" des FBI die entsprechenden Benutzernamen, Passwörter und IP-Adressen eingegeben werden.

Die derzeit zehn Blueberry-gerüsteten Beamten des Bostoner "Logan International Airport" bevorzugen die Geräte gegenüber telefonischen Anfragen an die Zentrale, die mehr menschliche Interaktion beanspruchen. Bei Blackberry-Geräten genügt die Eingabe eines Namen eines Verdächtigen, um eine Verbrecherakte aus den "Watch-Lists" zu erhalten.

Ein zusätzlicher Klick auf das Gerät genügt, und alle anderen Beamten mit entsprechenden Geräten erhalten die kritischen Informationen ebenfalls auf ihren Geräten.

Terroristische Gegenmaßnahmen erschweren

John Hasman, Direktor des internationalen Zentrums für Flugfahrt am MIT, sieht die Sache so: "Das ist nur der erste Schritt in Richtung Informationsverteilung. Je mehr Information wir sammeln und verteilen, desto schwieriger wird die Durchführung von Terror-Aktivitäten."