Immer mehr Spammer aus Europa
25 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens hatten ihren Ursprung im ersten Quartal in Europa - bald wird Nordamerika überholt.
Immer mehr Spam kommt aus Europa. Zu diesem Ergebnis kommt der britische Sicherheitsexperte Sophos in einem aktuellen Ranking der Spam-Länder.
"Spitzenreiter" unter den zwölf aktivsten Nationen bei den unerwünschten Mails seien mit 23,1 Prozent im ersten Quartal 2006 zwar weiterhin die USA, teilte der Hersteller von Anti-Viren-Software mit.
Die europäischen Länder hätten inzwischen allerdings deutlich zugelegt. "Europa tendiert dazu, Nordamerika bei der Verbreitung von Spam-Mails zu überholen", sagte Sophos-Manager Jens Freitag.
25 Prozent aus Europa
Zwischen Jänner und März war Europa den Angaben zufolge für 25 Prozent aller weltweit verbreiteten Spam-Mails verantwortlich.
Deutschland legte um einen Prozentpunkt auf drei Prozent zu, in Polen stieg die Verbreitung von zwei auf 3,8 Prozent. Großbritannien habe mit einem Anteil von 1,9 Prozent den "Wiedereinstieg" in die Liste der zwölf aktivsten Staaten geschafft.
Die Sicherheitsexperten des britischen Unternehmens aus Abingdon scannen in den SophosLabs den Internetverkehr weltweit.
Asien führt im Kontinent-Vergleich
Die ersten Plätze in dieser "Weltrangliste" belegen nach den USA China inklusive Hongkong mit 21,9 Prozent und Südkorea mit 9,8 Prozent. Danach folgt bereits Frankreich mit 4,3 Prozent.
Im Vergleich der Kontinente ist Asien mit 42,8 Prozent unangefochtener Spitzenreiter.
Erfolgreiche Bekämpfung
Ein Grund für die tendenzielle Verlagerung der Aktivitäten sei die "erfolgreiche Bekämpfung von Spam in den USA", sagte Freitag. "Vor zwei Jahren waren die Vereinigten Staaten noch für mehr als die Hälfte aller weltweit verbreiteten Spam-Mails verantwortlich."
Neben einem stärkeren Risikobewusstsein der PC-Nutzer hätten inzwischen vor allem schärfere Haft- und Geldstrafen sowie ein verbesserter Informationsaustausch unter den Internet-Providern zu einem Rückgang geführt.
Neues Gesetz in Österreich
Auch in Österreich ist am 1. März ein neues Anti-Spam-Gesetz in Kraft getreten. In den heimischen Mailboxen zeigt das aber kaum Wirkung, da die meiste unerwünschte Post aus dem Ausland kommt.
