Neues Spam-Gesetz zeigt wenig Wirkung
Laut ARGE Daten wurde die Spam-Flut in heimischen Mailboxen durch das am 1. März in Kraft getretene Anti-Spam-Gesetz kaum gebremst. Die meiste unerwünschte Post kommt aus dem Ausland.
Die mit Anfang März in Kraft getretene Anti-Spam-Bestimmung im österreichischen Telekommunikationsgesetzt bringt keine Verbesserung der Spam-Situation für Konsumenten. So lautet das Fazit von Hans Zeger von der ARGE Daten.
Schon bisher war innerösterreichischer Spam seiner Meinung nach eher eine Randerscheinung.
"Zombies" als Spam-Verantwortliche
Versendet werden die unterwünschten E-Mails primär aus dem Ausland über "Zombie-PCs", die ohne Wissen des Besitzers mit Hilfe von Viren, Würmern und Trojanern durch die Spam-Versender ferngesteuert werden.
Die neue Regelung bedeutet für Unternehmen das Aus für unverlangtes Direktmarketing.
Fehlende PC-Sicherheit
Die größten Spammer sitzen laut Angaben des Sicherheitsanbieters CipherTrust noch immer in den USA, China und Deutschland.
Die Verursacher der Lawine sind weiterhin ungenügend gesicherte PCs, die von den Spammern zum Versenden der unerwünschten Mitteilungen missbraucht werden.
Das "Zombie"-Ranking
Laut aktuellen Daten von CipherTrust befinden sich 23 Prozent [1.565.057 PCs] aller Spam versendenden Rechner in China.
An zweiter Steller dieser "Hitliste" folgen die USA mit 13 Prozent [856.082 PCs] und an dritter Stelle Deutschland mit acht Prozent oder 539.393 "Zombie"-PCs.
Österreich trägt mit 65.776 infizierten Rechnern immerhin zu rund einem Prozent der weltweiten Zahl von "Zombie"-Rechnern bei.
Um die Nutzer davor zu schützen, dass sich ihre PCs in "Zombies" verwandeln, muss noch viel mehr Aufklärung betrieben werden.
(APA)
