Festplatten-Formatierer und .NET-Gebäck
Laut Meldungen von Antivirenhersteller darf sich der geplagte Windows-User auf zwei neue Schädlinge gefasst machen: Dem .NET-Virus "W32.Donut" und seinem weitaus gefährlicheren Artgenossen Gigger.
Wird bei Gigger-Befall schlimmstenfalls die Festplatte neu formatietrt, ist die "W32.Donut" getaufte Routine lediglich ein reiner "Proof-of-Concept"-Virus, der sich kaum verbreiten dürfte.
Funktioniert .NET
Wie Symantec meldet, wurde der W32.Donut-Virus am 9. Januar einer
Reihe von Antivirenfirmen vom Autor direkt geschickt. Er ist damit
der erste Virus für Microsofts .NET-Architektur. Wird ein
infiziertes Programm gestartet, hängt sich der Virus an alle
Programme im gleichen Verzeichnis sowie in die 20 darüber liegenden
Ebenen.
.NET-Web-Services auch für Linux geplantNur Windows 2000 und XP
Dabei besteht die 10-prozentige Chance, dass der Virus folgende Meldung anzeigt:
This cell has been infected by dotNET virus!
.NET.dotNET by Benny/29A
Andere Funktionen besitzt W32.Donut laut Symantec nicht. Der Virus funktioniert nur unter Windows 2000 und XP mit der Beta 2 des .NET-Frameworks.
Der Wurm namens Gigger
Der Wurm namens Gigger sei dafür weitaus gefährlicher, warnen
Virenhersteller. Der sich über E-Mail und das Internet Relay
Chat-Programm mIRC verbreitende Wurm überschreibt .asp-, .html-
sowie htm-Dateien mit Viruscode und setzt die Länge der anderen
Dateien auf 0.
Gigger bei Symantec"Outlook Express Update"
Zusätzlich wird die Zeile "Echo y|format c:" an die autoexec.bat angefügt. Damit wird bei einem Neustart des PCs die Festplatte neu formatiert.
Sobald Gigger ein System infiziert, versendet sich das Programm an alle Adressen im Outlook-Adressbuch sowie alle Teilnehmer im Chat-Channel.
Das Betreff des Wurmes lautet auf "Outlook Express Update". Im Textfeld der E-Mail steht nur "MSNSoftware Co." und das Attachment heißt "Mmsn_offline.htm". Die meisten Computersicherheitsunternehmen bieten bereits entsprechende Updates für ihre Virenschutzsoftware an.
