Premiere kämpft mit Neukundenschwund
Die KirchGruppe hat im vergangenen Jahr trotz groß angelegter Werbekampagnen nur wenig neue Kunden für ihren verlustreichen Bezahlsender Premiere gewonnen.
Die Zahl der Abonnements sei um fünf Prozent auf rund 2,4 Millionen gestiegen und habe damit unter den Planungen gelegen, berichtete die Premiere Medien GmbH am Freitag in München.
Mehr als Drittel der Kunden kündigten
Mehr als ein Drittel der Kunden, die sich Ende 2000 für ein
besonderes Weihnachtsangebot entschieden hätten, seien im Laufe des
vergangenen Jahres wieder abgesprungen, räumte Premiere ein.
Pay-TV im Cracker-Test40.000 Neukunden weniger
Durch längere Vertragslaufzeiten habe man daher diesmal im Weihnachtsgeschäft auf stabile, möglichst langfristige Kundenbeziehungen gesetzt.
Als Folge seien im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft 40.000 Neukunden weniger gewonnen worden als im Vorjahreszeitraum.
Die KirchGruppe versucht seit Jahren vergeblich, dem verlustreichen Sender auf die Beine zu helfen.
Murdoch droht mit Ausstieg
Durch das enttäuschende Ergebnis bei der Abonnentenzahl im
vergangenen Jahr bleibt auch der drohende Ausstieg von Rupert
Murdoch bei Premiere akut. Er hat die Option, seine Investitionen
für seinen rund 22-prozentigen Anteil an Premiere in Höhe von rund
1,5 Milliarden Euro zurückzufordern, wenn der Sender seine Ziele
nicht erreicht.
Liberty Media greift nach Kirch
