"AOL Alerts" gegen Microsofts .NET
AOL hat ein neues Service namens "AOL Alerts" vorgestellt, das die Online-Dienste des Unternehmens auch verfügbar machen soll, wenn kein PC in Reichweite ist.
Damit wird aber nicht nur eine lange angestrebte Ausweitung des Angebots realisiert, AOL stellt sich auch auf einem weiteren Gebiet in direkte Konkurrenz zu Microsoft.
Der Software-Konzern hatte erst im Oktober ein entsprechendes Service namnes ".NET Alerts" vorgestellt.
.NET AlertsÜberall vernetzt
".NET Alerts" soll genau wie "AOL Alerts" individuell zugeschnittene Nachrichten auf vernetzte mobile Geräte bringen.
Während allerdings ".NET Alerts" ein Element in Microsofts umfassender .NET-Strategie ist, die alle Aktivitäten des Konzerns online bringen soll, ist AOLs Service nach Unternehmensangaben "nur" eine konsequente Weiterentwicklung seiner "AOL Anywhere"-Strategie und keine Nachahmung des Konkurrenten.
Microsoft hat im letzten Sommer angekündigt, eine neue Abteilung ins Leben zu rufen, die sich ausschließlich der Umsetzung der ".NET"-Strategie widmen soll. Die ".NET"-Abteilung soll vor allem Interfaces entwickeln, die Nutzern zukünftig den Zugang zu Software mittels ASPs [Application Service Provider] ermöglichen sollen, sowie den zu persönlichen Daten, die im Netz statt auf der eigenen Festplatte abgelegt sind.
Bill Gates stellt .NET-Strategie vorPassport in der Kritik
AOL befindet sich allerdings auch unter den Kritikern von Microsofts "Passport"-Authentifizierungsservice, der ein Eckpfeiler der ".NET"-Pläne ist.
Microsoft wird im Zusammenhang mit Passport vor allem vorgeworfen, dass alle sensiblen Nutzerdaten zentral gespeichert werden und dadurch deren Sicherheit vollkommen vom Verhalten des Konzerns abhängt.
Die Kritiker sahen sich Anfang November bestätigt, als Micosoft die "Wallet"-Funktion, mit der online Finanztransaktionen abgewickelt werden können, abschalten musste, weil gravierende Sicherheitslücken entdeckt wurden.
Gravierende Sicherheitslücken in PassportKonkurrenzprodukte
AOL ist wegen der Bedenken gegenüber Microsofts Passport im letzten Dezember dem Konkurrenzprojekt "Liberty Alliance" beigetreten, das von 33 führenden IT-Unternehmen gegründet wurde.
Mit "AOL Alerts" steht das Unternehmen jetzt schon in zwei Bereichen in direkter Konkurrenz zu Microsoft-.NET-Elementen.
Sun Microsoystems hat im September eine Initiative ins Leben gerufen, die eine Alternative zu Passport entwickeln soll.
MS-Passport bekommt Konkurrenz
