Deutsche Telekom noch Jahre im Minus
Die Deutsche Telekom wird nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" bis 2004 nicht aus den roten Zahlen kommen.
Im laufenden Geschäftsjahr sollen sich die Verluste ohne außerordentliche Erträge auf ein Volumen von sieben Milliarden Euro belaufen, berichtet das Magazin. Es berief sich dabei auf eine interne Vorstandsprognose.
Erlöse aus dem Verkauf der TV-Kabelnetze
In den beiden kommenden Jahren sollen die Verluste bei fünf
beziehungsweise drei Milliarden Euro liegen. Erlöse aus dem Verkauf
der TV-Kabelnetze und dem geplanten Börsengang der Tochterfirma
T-Mobile International AG könnten der Telekom in diesem Jahr unter
dem Strich aber noch einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro bescheren.
Deutsche Telekom in TurbulenzenKonzernsprecher: "Bericht ist Spekulation"
Ein Konzernsprecher bezeichnete den Bericht als Spekulation. Er verwies zugleich auf Prognosen des Unternehmens zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vom Dezember vergangenen Jahres.
Darin hatte die Telekom für den Zeitraum 2001 bis 2004 einen Anstieg von 15 Milliarden auf 21 Milliarden Euro genannt.
Laut "Capital" erwägt der Bonner Riese außerdem eine Kürzung oder gar die Streichung der Dividende von zuletzt 62 Cent pro Aktie.
2,6 Milliarden Euro sparen
Durch den Ausfall könnten pro Jahr 2,6 Milliarden Euro gespart
und der Schuldenstand in vier Jahren um zehn Milliarden Euro
verringert werden. Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick will die
Verbindlichkeiten bis Ende 2002 auf rund 50 Milliarden Euro senken.
Börsianer warten auf T-Mobile
