Amnestie für "Software-Piraten"
Mit einer befristeten Aktion will die Industrievereinigung Business Software Alliance [BSA] auch in den USA "der Software-Piraterie in US-Unternehmen" begegnen.
Bis Ende Jänner können Firmen illegal genutzte Software bei der Organisation anzeigen, ohne rückwirkend zur Verantwortung gezogen zu werden.
Eine ähnliche Aktion hat die BSA letztes Jahr auch in Österreich durchgeführt. In Oberösterreich nutzten 109 Firmen die eingeräumte "Schonfrist" und zahlten nachträglich die Lizenzgebühren für ihre Software.
Üblicherweise drohen für derartige Vergehen Bußgelder von bis zu 150.000 USD. Mit ihrem Angebot konzentriert sich die BSA für diesen Zeitraum auf sieben US-amerikanische Städte. Dort seien mittlerweile mehr als 800.000 Unternehmen mit entsprechendem Informationsmaterial versorgt worden, teilten die Lizenzhüter mit.
"Feldzug" gegen Raubkopien in ÖsterreichSystematisch
Für Interessenten hält die Organisation "entsprechende Tools" bereit, mit deren Hilfe sich im Einsatz befindliche Software inventarisieren und auf Lizenzverstöße hin untersuchen lässt.
Eine ähnliche Schonfrist-Kampagne soll nach Angaben des Regional Manager Central Europe, Georg Herrnleben, voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres auch in Deutschland starten.
Die BSA hat erst kürzlich im Rahmen einer Studie aufgezeigt, dass rund ein Viertel aller in US-amerikanischen Firmen eingesetzten Software-Kopien illegal verwendet werden. Dadurch entgehen den Herstellern laut BSA jährlich Lizenzeinnahmen in Höhe von 2,6 Milliarden USD.
