08.01.2002

US-AKTION

Bildquelle: orf on

Amnestie für "Software-Piraten"

Mit einer befristeten Aktion will die Industrievereinigung Business Software Alliance [BSA] auch in den USA "der Software-Piraterie in US-Unternehmen" begegnen.

Bis Ende Jänner können Firmen illegal genutzte Software bei der Organisation anzeigen, ohne rückwirkend zur Verantwortung gezogen zu werden.

Eine ähnliche Aktion hat die BSA letztes Jahr auch in Österreich durchgeführt. In Oberösterreich nutzten 109 Firmen die eingeräumte "Schonfrist" und zahlten nachträglich die Lizenzgebühren für ihre Software.

Systematisch

Für Interessenten hält die Organisation "entsprechende Tools" bereit, mit deren Hilfe sich im Einsatz befindliche Software inventarisieren und auf Lizenzverstöße hin untersuchen lässt.

Eine ähnliche Schonfrist-Kampagne soll nach Angaben des Regional Manager Central Europe, Georg Herrnleben, voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres auch in Deutschland starten.

Die BSA hat erst kürzlich im Rahmen einer Studie aufgezeigt, dass rund ein Viertel aller in US-amerikanischen Firmen eingesetzten Software-Kopien illegal verwendet werden. Dadurch entgehen den Herstellern laut BSA jährlich Lizenzeinnahmen in Höhe von 2,6 Milliarden USD.