Endspurt für tele.ring-T-Mobile-Fusion
Am 26. April soll die EU-Kommission über die Übernahme von tele.ring durch T-Mobile entscheiden.
Der 1,3 Mrd. Euro schwere Deal dürfte dabei unter den bekannten Auflagen genehmigt werden, erfuhr die APA aus Branchenkreisen.
Am Freitag hatte die EU-Kommission in Brüssel noch den "beratenden Ausschuss" angehört, der aus Vertretern der 25 Mitgliedsländer besteht.
Konsultation läuft noch
Für Österreich war die Bundeswettbewerbsbehörde bei dem Treffen dabei. Auch die Telekom Control Kommission [TKK] hat unter Auflagen bereits ihre Zustimmung zum Deal gegeben.
Für den entsprechenden Positionsentwurf läuft derzeit eine Konsultation, Stellungnahmen können bei der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde [RTR] noch bis 24. April eingebracht werden.
Eine der Auflagen ist, dass tele.rings UMTS-Lizenzen [2x9,8 MHz, Frequenzbereich 1.939,9-1.949,7/2.129,9-2.139,7 MHz] One bzw. "3" zum Kauf angeboten werden.
Zerstreuen der EU-Bedenken
T-Mobile soll es gelungen sein, die anfänglich schweren Wettbewerbsbedenken der EU zu entkräften.
Dazu soll vor allem der mit "3" geschlossene Vertrag beigetragen haben, der die Abgabe von etwa 2.000 der insgesamt 3.700 tele.ring-Sendestationen und der UMTS-Frequenzen binnen eines Jahres an Hutchison vorsieht.
Mit dieser Auflage wird dem Wunsch der EU-Kommission Genüge getan, dass die Position Hutchisons als künftiger Preistreiber auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt - quasi als tele.ring-Nachfolger - gestärkt und nachhaltiger Wettbewerb dadurch sichergestellt wird.
Durch die geplante Mobilfunkfusion kommen der Marktführer mobilkom austria und T-Mobile/tele.ring künftig gemeinsam auf mehr als 75 Prozent Marktanteil.
(futurezone | APA)
