Weiter warten auf tele.ring-Übernahme
Die EU-Kommission hält sich zu einer erwarteten Genehmigung des tele.ring-Verkaufs an T-Mobile Austria noch bedeckt.
Befragt nach einem entsprechenden Bericht sagte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes: "Es ist noch zu früh, um ihnen das zu erklären. Wir werden die Entscheidung aber sicherlich bekannt machen, wenn die Zeit dafür reif ist."
Kolportierte Zustimmung
Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass die EU-Kartellwächter der 1,3 Milliarden Euro teuren Übernahme ohne neue Forderungen zustimmen würden. Der Entwurf der Entscheidung werde für kommende Woche erwartet.
Auch die Nachrichtenagentur APA berichtete, dass T-Mobile die Genehmigung ohne neue Auflagen erhalten werde, und berief sich dabei auf mit der Wettbewerbsprüfung vertraute Kreise.
Die Genehmigungsfrist für die EU-Kommission läuft noch bis 28. April. Ein Entwurf für die endgültige Entscheidung wird in Wien bis kommenden Montag erwartet.
Hutchison ausschlaggebend?
Die schweren Bedenken der Wettbewerbsbehörde sollen demnach vor allem durch den mit dem Mobilfunker Hutchison ["3"] abgeschlossenen Vertrag entkräftigt worden sein, der die Abgabe von etwa 2.000 der insgesamt 3.700 tele.ring-Sendestationen und von UMTS-Frequenzen binnen eines Jahres an Hutchison vorsieht.
Mit dieser Auflage wird dem Wunsch der EU-Kommission Genüge getan, dass die Position Hutchisons als künftiger Preistreiber auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt - quasi als tele.ring-Nachfolger - gestärkt und nachhaltiger Wettbewerb dadurch sichergestellt wird.
Marke Tele.ring soll erhalten bleiben
T-Mobile hat außerdem zugesichert, die Marke tele.ring vorerst weiterzuführen, heißt es.
Der jüngst von Hutchison in Österreich eingeführte Neun-Cent-Tarif soll ebenfalls geholfen haben, die Bedenken der EU-Kommission zu zerstreuen, hieß es in den Kreisen.
(futurezone | APA | Reuters)
